Archiv für Januar 2012

Ach watt, der RSC…

(Aa) Sonntag der 15.01.2012 – Ich stehe am Eingang der Bastione di Goethe-Ring. 30-40 Menschen brechen auf zur Tribüne um wieder einmal den RSC lautstark und kreativ zu supporten. Aus den Lautsprechern der Tribünenanlage erschallt „Auf Kurs“ von den „Bad Nenndorf Boys“. Schaue mich um: Ich fühle mich wohl. Ich fühle mich geborgen. Mein Herz schlägt seelenruhig!

„Dröhn‘ dröhn‘ dröhn“ mein Herzschlag nimmt urplötzlich die Taktgeschwindigkeit von „Rage Against The Machine“ an. Ja der gute alte Wecker und die ständige Realität die einen wieder einholt – zum Kotzen. Es ist wirklich 06:10 in der Früh. Ich muss arbeiten. Und das auf einem Spieltag vom RSC. Während mein Kopf versucht meine alltägliche, morgendliche Synapsenkirmes wieder in Ordnung zu bringen, stimme ich schon unter der Dusche das erste RSC-Lied an und fantasiere von einem noch nie dagewesenem Menschenpotenial beim heutigen Spieltag. Immerhin ist ja Heimspiel! Genial. Drei Stunden geschlafen und der RSC schafft es, dass ich mich topfit fühle. Warum kann Schule so was nicht?

Nach vier Stunden energiegeladener Arbeit beginne ich Freizeit, mit eben dieser oft nicht gern gesehenen Alltagspflicht, zu verbinden. Natürlich mach ich meinen Nebenjob auch sonst echt gerne, aber Arbeit in Verbindung mit dem RSC?! Ja ich weiß, da ist Arbeit wohl einfach das falsche Wort! Eher, „Kapitalistische Grundversorgung für Freizeitbeschäftigung!“.

Wie ich sehen durfte wurde die neue Hallenzecke schon ordentlich an Autos und Menschen verteilt. Die Riot Shocker Crew ist wohl schon da. Als ich dann endlich die Halle betreten will, sehe ich die Sektion Münster und die neue Sektion Vechta um die Ecke kommen. Mensch begrüßt sich freundlich mit einem netten und lautem:“Ey ihr Vollidioten!“ und stiefelt zum Fahrstuhl um die anderen Shocker_innen in der Kurve zu begrüßen.

Dreimal dürft ihr rahden... ach, lassen wir das

Als ich dort eintrefe sehe ich zwar leider keine 30-40 Menschen, die Menschen denen ich dort begegne, sehen diese eventuell aufgrund einer Diplopie. (Die Diplopie ist kein rein krankheitliches Aufkommen, es kann auch durch übermäßigem Alkoholkonsum und/oder zu wenig Schlaf ausgelöst werden) Heißt salopp gesagt: Eine Alkoholleiche steht neben der anderen. Ich hoffe, dass das trotzdem noch ordentlich Stimmung gibt!
Durch eine am Anfang eher „nüchterne“ Stimmung bestätigt sich mein Ersteindruck. Die dritte Mannschaft hingegen zeigt unten auf dem Platz ihre zahlreichen Fähigkeiten und zeigt Rahden ihre Schwächen auf. Nach dem zögerlichem Warmwerden der Shocker_innen heizt die Crew mittlerweile der Bastione di Goethe-Ring ordentlich ein. Mit einem Halbzeitpausenstand von 18:0 gehen die meisten gemütlich eine (sportliche) Zigarette rauchen. So allmählich verschmälern sich sogar die einen oder anderen Augenringe und die zweite Halbzeit ist im Gange. Ach was würde ich doch gerne ebenfalls das erste Bier genießen. Der eigentlich schon verdrängte Gedanke, dass ich noch am Arbeiten bin, tritt kurz wieder in Erscheinung…

Der RSC Osnabrück bemerkt schon schnell, dass gegen Rahden wohl eh gewonnen wird und schraubt die Geschwindigkeit runter.
Nach einer wirklich starken ersten Partie des Teams, schicken sie sich und uns mit einem Endspielstand von 38:4 in die große Pause.

Ich beende mein heutiges Arbeitsverhältnis und gehe schnell wieder zurück zur Halle. Schließlich wartet dort das zweite Spiel auf uns. RSC gegen Nordhorn. In der Pause wurde der ein oder andere Schabernack getrieben. An dieser Stelle freu ich mich, dass ich wieder ein Handy habe. So konnte ich mir einige neue Freunde machen und „really attention“ auf mich ziehen :)

Die Baskets Rahden unterlagen derweil Nordhorn mit 8:38. Die „Langweilig!“-Tapete erörtert den Spielverlauf!
Ich überspringe jetzt mal so einige kleine und nette Geschichten oder das schöne Wetter: RSC!7

Langeweile

14:45, Anpfiff des letzten Spieles. Alle augenscheinlich unglaublich fertig und kaputt und von irgendwelcher Motivation ist kurz vor dem Spiel nicht mehr viel zu spüren. Unser Lachflash beginnt und die zehntausende grünen und weißen Luftballons dunkeln die Halle ab. Naja leider nicht ganz, aber wir haben es versucht :)

Hier kommt der Witz: Nordhorn!

Was ich ab dann erleben durfte war aber einfach nur schön. 30-40 Menschen? Wer braucht schon so viele? Geborgenheit, da ist sie wieder. Und diesmal träume ich nicht! Und wenn dann hätte ich wohl beim ersten Freiwurf für Nordhorn aufwachen müssen. Die wohl erste Spielunterbrechung durch Support – ein Hoch auf die Luftballons! Durch die Verwirrung konnte dann auch nur ein Freiwurf verwandelt werden.

Der RSC Osnabrück gab unten auf dem Feld wirklich alles. Bis in die letzten Minuten waren die Begeisterung am Sport und die Motivation des Teams zu gewinnen fesselnd. Nach einem Halbzeitstand von 7:22 für die Gäste, war auf jeden Fall noch einiges drin. In der zweiten Hälfte wurde viel von unserem RSC abverlangt. Die Kräfte schwanden und die starke Defensive der Nordhorner_Innen hielt stand. Diese ist ja auch in anderen Gebieten nicht zu schlagen, aber schön das der RSC unseren Gästen aus Nordhorn einen Platz in der warmen (!) Halle anbietet. Mit einem Endstand von 14:39 mussten wir uns dann schließlich geschlagen geben.

Müll

Durch Choreo und anderswirkende Gravitationskraft auf Bierflaschen bei RSC-Spielen sah die Kurve schon recht zerlegt aus. Aber wir halten uns nun mal an unsere Gesänge: „Wir sind hier um die Halle zu zerlegen, wir sind die Riot Shocker Crew auf jeden!“

Oh bei dem Gesang brennt es mir schon jetzt unter den Fingernägeln, denn nicht umsonst reimt sich Melle so gut auf Halle! :)

Das Gedisse gegen im bettliegende Sufftras lasse ich mal extra außen vor. Der Text beschreibt ganz gut was offensichtlich verpasst wurde…

Bis zum nächsten Mal!

FORZA RSC!

04.02: Auswärtssiege in Melle!

Deine Freizeit für den RSC!

Nachdem das vorige Jahr mit viel Geknalle verabschiedet wurde, wollen wir es auch mit einem Knall wieder beginnen lassen. Wie uneingeschränkt brauchbar also, dass die Spielplanmacher_innen das unterstützen, indem der erste Spieltag des RSC Osnabrück im neuen Jahr als Heimspiel deklariert wurde.

Der vierte Spieltag am 15.01. bietet darüber hinaus die letzte Möglichkeit, die Vorteile der Bastione di Goethe-Ring in dieser Saison zu nutzen, da die weiteren Spieltage uns nur in die umliegenden Dörfer führen werden. Um einen würdigen Rahmen zu liefern, wird niemand geringeres als das Team des RSC Osnabrück zuerst die Baskets Rahden (11:00 Tipp-off) und später die Rollibaskets Nordhorn (15:00 Tipp-off) vom Platz fegen.
Ein Sonntagmorgen also, wie er würdiger wohl kein Jahr einläuten könnte. Mit dir?

Sein wir ehrlich, auf einem Sonntag früh aufstehen ist nun auch für die Riot Shocker Crew kein zwingend hervorzuhebender Fakt und wäre es wohl kaum wert, sich damit zu beschäftigen, wenn nicht eben die positive Energie des RSC Osnabrück dies überstrahlen würde. Denn hier wird keine Freizeit geklaut, hier wird sie generiert. Komm vorbei und gestalte Freizeit. Deine Freizeit!

Auf zur Dekonstruktion der erstarrten Grenzen der Tagesgestaltung. Ein Sonntag ist nur ein Sonntag und da passiert eh nie was? Zeit, dass zu ändern!

Also:
Raus aus den Betten – Rauf auf die Tribüne!
Die spielen da für uns!
Es gibt keine Ausreden!

Die kommenden Termine in der Übersicht:
Sonntag, 15.01. 11:00 Uhr, RSC Osnabrück vs. Rahden
Sonntag, 15.01. 15:00 Uhr, RSC Osnabrück vs. Nordhorn
Samstag, 04.02. ab 11:00 Uhr, Auswärtssiege in Melle

Der alltägliche Wahnsinn – Die Crew zu Gast in…

(sp) Du liebst Sport und explizit Rollstuhlbasketball? Die Halle deine Kirche und der Support deine Religion? Der RSC deine Droge und die Spieltage dein Rausch? Doch du hast trotzdem noch ein Problem und das möchtest du angehen? Dieser Text soll Lösungsansätze liefern.

Denn zugegeben, wir kennen das alle. Während der Großteil von uns bereits in der Wiege die Namen sämtlicher Rollstuhlbasketballspieler_innen der Lieblingsvereine kannte, ist Rollstuhlbasketball leider immer noch eine eher unbekannte Sportart. Und auch, wenn die Begeisterung uns in der spielfreien Zeit kaum schlafen lässt, lässt sich diese nicht so ohne weiteres auf den Bekanntenkreis übertragen. So ist es Gang und Gäbe, dass über Fußball, Leichtathletik, Kegeln und den Showdown bei den Schachweltmeisterschaften gesprochen wird, aber die Kombination von Rollstuhl und Basketball den meisten fremd ist. Das blendet die Riot Shocker Crew nicht etwa aus, sondern geht es offensiv an. Den Sport bekannt und die Zuneigung zum Verein nachvollziehbar machen, ist ein stetiger Prozess, der aber nie vernachlässigt wird.

So begab es sich, dass die Riot Shocker Crew wieder einmal auf Rekrutierungsmission aufbrach. Es war eine Party in Münster ausgerufen worden, deren Ziel einzig und allein die Stärkung und Vergrößerung der ortsansässigen Sektion war. Leider ist die Sektion Münster bislang lediglich beim Verschlafen als unentbehrlicher Produktivposten aufgefallen und auch die besuchten Räumlichkeiten unterstrichen, dass wohl nur Bier als Belohnung diesen müden Haufen in Bewegung setzen kann.

Auch wenn es mittlerweile zur Gewohnheit verkommen ist, die Riot Shocker Crew kam, sah und siegte. Der RSC hatte sich spätestens beim Verlassen der Party bei jedem so in das Gehirn eingebrannt, dass nicht einmal der vorweihnachtliche Vollsuff diese Erinnerung auszulöschen vermochte. Kein Wunder, gab es doch kaum eine Stelle auf der Party, an der der RSC nicht auch zu finden war.

Als Motivation selbst aktiv zu werden, oder als kreativer Input, wurde unser Wirken dokumentiert und lässt sich hier begutachten.

Du veranstaltest eine Party und möchtest die Riot Shocker Crew zwecks Propaganda ebenfalls am Start haben? Schick uns eine E-Mail an rsc.blogsport@web.de
(Zu Risiken und Nebenwirkungen frag Sektion Münster oder Barkeeper_innen)

Heute wegen gestern geschlossen

Die Riot Shocker Crew ist zuversichtlicher Dinge, dass die nächsten großen Projekte in Kürze angegangen werden können und freut sich, über jeglichen Austausch.

Kornkreise? – Demnächst auch auf deinem Feld!