Archiv für Februar 2012

Samba RSC!

(sp) Machen wir uns nichts vor. An dieser Stelle folgen eine weitere Glorifizierung unseres Teams und die Auslassungen über eine Riot Shocker Crew, die sich nicht einmal mehr selbst überschätzen kann. Doch heute soll hier auch die Schilderung der Realität nicht zu kurz kommen, da die aufgeführten Erzählungen sonst teils alkoholgeschwängert sind. Aus diesem Grund fand im Entstehungsprozess dieses Beitrags ein reger Austausch mit weiteren Mitreisenden statt und stellvertretend werden hier die Eindrücke von (fy) mitberücksichtigt. Nun mag sich die Realität für jeden anders darstellen. Dass unsere hierbei grün-weiß ist, muss wohl nicht näher erläutert werden. Auch aus unserer Sicht stellte der Spieltag in Melle einen extrem schwierigen dar. So wartete neben dem Gastteam auch der Tabellenzweite aus Nordhorn auf seine Niederlage. Nur zu offensichtlich, dass sich der RSC Osnabrück richtig reinhängen musste, um aus Melle Punkte entführen zu können. Das erste Derby in Melle wurde entsprechend von der Crew erwartet, mit jedem Tag des Heranrückens dezimierte sich allerdings auch die Anzahl der aktiven Reisenden. Durch Revolutionen, Lohnarbeit und Faulheit verhindert konnten am Samstagmorgen lediglich zwei Autos gefüllt werden. Die Prämisse war dennoch klar – den RSC Osnabrück feiern. Bis zum Ende! (fy: Ich fand es wirklich etwas schade, dass wir so wenig waren)

In Melle wartete dann aber das erste Gesicht, welches bislang noch nicht in der Kurve gesehen wurde und so ging es zuversichtlich in die Halle. Der Gastgeber bereits an dieser Stelle mit hinterhältigen psychologischen Tricks. Beim Betreten der Halle fällt am Cafeteria-Verkaufsstand eine Kiste Bier ins Auge. Sind wir bei unserem letzten Heimspiel noch darauf angesprochen worden, dass wir doch Fremdgetränke vermeiden sollten, uns aber eben kein Bier am Verkaufsstand dargeboten wurde, stand uns in Melle scheinbar eine hervorragende Versorgung bevor. Zwar war der Spieltag dieses Mal auf einem Samstag, der sich meist verkaufsoffener präsentiert, als der gewöhnliche Sonntag, terminiert, trotzdem konnte die Riot Shocker Crew nur auf einen überschaubaren Biervorrat blicken. Sollte irgendwann mal angedacht werden, im Vorfeld eines Spieles noch Bier zu kaufen, müsste das Zusammentreffen wahrscheinlich weitere zwei Stunden nach vorne verlegt werden, damit jeder aus der Crew bewerkstelligen kann, passend zu erscheinen. Die spontane Freude, die von Melle wahrscheinlich genauso einkalkuliert war, erfuhr allerdings einen herben Dämpfer, als sich in der Bierkiste lediglich Bierlimonade offenbarte. Als wenn ein solcher Rückschlag nicht schon schwer genug zu verkraften ist, wurden wir beim Betreten der Halle direkt darauf aufmerksam gemacht, dass es zu Unterlassen sei, Alkohol in der Halle zu verköstigen. Feindbild Spaß ist einfach zu weit verbreitet…

Das erste Spiel gegen den Tabellenführer Melle ging dann relativ unspektakulär mit 72:22 verloren. Melle zeigte klar auf, warum sie derzeit eine Ausnahmestellung in der Liga innehaben und die Niederlage ging auch in dieser Höhe in Ordnung. Das taktische Konzept von Melle ließ dem RSC Osnabrück hierbei nur im ersten Viertel eine wirkliche Chance. Anschließend versuchte es der RSC Osnabrück zwar, aber viel mehr wollte einfach nicht gelingen. Es muss jedoch die Frage gestattet sein, ob eine Taktik die zeitweise lediglich durch das Blocken bestimmter Spieler_innen geprägt ist, wirklich gewinnbringend ist. Wenn beobachtet werden muss, wie die geblockten Spieler_innen mehr und mehr die Lust am Spiel verlieren, find ich das persönlich sehr schade. Den Wettkampfsgedanken auszublenden fällt als Teil der Crew sicher leichter, da sich zu wenig Kontrahenten im Besingen des eigenen Teams stellen, aber es wäre Melle auch zuzutrauen gewesen, gegen den RSC Osnabrück ohne das Ausreizen dieser Taktik zu bestehen.

Sektion Münster Fail #2

Die Stimmung schwankte zwischen „Früher-Samstag-Morgen“ und brachialer Stimmgewalt und zog weitere Besucher an. (fy: Das war so gut, dass die alle gekommen sind) Unser Spross ist ein weiteres Mal aufgegangen und resultierte in einer aktiven Teilnahme befreundeter Menschen, denen der Weg ins entfernte Melle nicht zu weit war. Auch die Pünktlichkeit betreffend zeigte sich hier ein hervorragendes Verständnis für die Mechanismen der Riot Shocker Crew und so ist das Ausrufen der ein oder anderen weiteren Sektion wohl nur noch eine Frage der Zeit. Selbst wenn die Sektion Münster Fahne den Großteil der Spieltage verkehrt herum oder halb hängt, könnte es also zukünftig noch aufwändiger werden, all den Wand- und Tribünenschmuck anzubringen. Wie gut, dass das Wegsaufen unserer Kreativität noch keine alarmierenden Ausmaße angenommen hat, denn so wurde kurzerhand Wandschmuck zur Fahne umfunktioniert und sorgte im Folgenden für einiges an Wirbel. (fy: Die Schwenkfahne war so geil)

Melle

Während sich gerade noch über Taktik ausgekotzt wurde, war sich die Riot Shocker Crew ihrerseits bewusst, dass Melle sich als Spielgegner auf die Riot Shocker Crew vorbereitet hatte. Doch auch, wenn das eigene Team oft genug angebrüllt wird, schlägt sich hier noch nicht die Sprengkraft des Freiwurfchants der Riot Shocker Crew, ohne Melodie und Text, bestehend aus Lärm und Dissonanzen, nieder. Der Tabellenstand und auch das Ergebnis geben über die Freiwurfausbeute nämlich keine Auskunft. Bei einem Verhältnis von 11% (Melle) zu 100% (RSC Osnabrück) können wir getrost von einem Teilsieg sprechen. Was war da los Melle? Kein Bock gehabt, dass deutlicher ausfallen zu lassen? Oder doch nur irritiert, weil bei vergebenen Versuchen frenetischer Applaus ausbrach und ihr das ja von euren Fans nicht kennt?

Während in anderen Fankulturen bisweilen Platzstürme als adäquates Mittel gesehen werden, agiert die Riot Shocker Crew im konsequenten Gegensatz und ließ Melle als Schauplatz Zeuge eines Hallenausbruchs werden. Kaum ertönte der Schlusspfiff, war die Riot Shocker Crew Hals über Bier nach draußen aufgebrochen um die kostbaren Minuten als solche wahrzunehmen und der Alkoholabstinenz rechtzeitig Einhalt zu gebieten. Fünf Schlücke oder auch drei Bier später fanden wir uns dann wieder vollzählig auf der Tribüne ein um im letzten Spiel den RSC Osnabrück gegen Nordhorn zu unterstützen. Nicht wenige sahen dabei Nordhorn als Favoriten, den RSC Osnabrück aber mit realistischen Chancen. Es musste sich erst zeigen, wie gut der RSC Osnabrück das erste Spiel weggesteckt hatte.

Im Mikrokosmus Riot Shocker Crew werden sich auch in der spielfreien Zeit diverse Gedanken um den RSC Osnabrück, das Team und die Spiele an sich gemacht. So kam es dann, dass schnell der Ablauf der vorbereiteten Choreografien präzisiert wurde und dazu führte, dass die Crew mit Partyhüten die geplante Choreografie abbrach und auf das Ende des Spiels verschob um einer weiteren Choreografie den Vorzug zu gewähren. Nur kurz erwähnt um die Funktion von (fy) nicht überflüssig erscheinen zu lassen. Also… (fy: Das war so gut, dass wir die Choreo verschoben haben)

Siege für uns - Magischer RSC!

Das Spiel gegen Nordhorn konnte somit planmäßig mit Choreografie und „Aux Armes“ begonnen werden. Vom Start weg zeigten beide Teams eine kämpferische Leistung und schenkten sich nichts. Hier und da mal einen Freiwurf, der aber auf beiden Seiten größtenteils vergeben wurde und dadurch auch keine wirkliche Spielrelevanz hat. Ganz anders als das dritte Viertel. Zur Halbzeit führt der RSC Osnabrück denkbar knapp mit 14:15. Der Support musste nach der Halbzeit noch mehr intensiviert werden um hier nichts anbrennen zu lassen. Die Menschen auf der Trainerbank besonnen sich ihrer Riot Shocker Crew Blutkörperchen und Körperteile sowie Wortgebilde flogen nur so durch die Gegend. Der Schweiß lief in Strömen, doch es ging nur noch darum, alles zu geben. Auf der Tribüne genauso wie auf dem Spielfeld. In einer perfekten Symbiose gegenseitigen Aufpushens ließ der RSC Osnabrück im dritten Viertel keinen Korb für Nordhorn zu und erhöhte selbst um weitere zwölf Zähler, so dass es nach dem dritten Viertel vorentscheidend 14:27 stand. Das Endergebnis (23:31) ging in Freude und Ausgelassenheit unter. Grandioses Spiel, grandiose Stimmung, grandiose Leistung jedes/r Einzelnen. (fy: Ich glaube, das war das beste Spiel bisher. Das hat so Bock gemacht)

Neben der Feierei wurde die nächste Choreografie vorbereitet und wie gut das nun passen sollte. Ging es doch tatsächlich um eine weitere Feier. Unser Spieler Rene hatte einen Tag zuvor Geburtstag und bekam nun von der Riot Shocker Crew einige, durch viel Konfetti begleitete, Ständchen. (fy: Das war so gut, dass wir die Choreo verschoben haben) ((fy) sagte es halt öfter)

Melle 2

Es wurde noch etwas das Team gefeiert und anschließend begann der Aufbruch. Mit dem mitgebrachten Besen wurde das Schlachtfeld gereinigt und sich beim üblichen Posieren verabschiedet. Sonst glaubt einem Muttern ja wieder nicht, dass mensch tatsächlich schon Samstagmorgens unterwegs war und den Vormittag nicht verkatert im Bett verbracht hat.

Posen in Melle

Es wurde noch ein kleines Häuschen in unmittelbarer Nähe der Halle von der Riot Shocker Crew erobert und dann verließen wir den Austragungsort Ficken. Pardon, Eicken bei Melle.

Conquer Melle

Conquer Melle #2

Nun ist der nächste Spieltag tatsächlich in unmittelbarer Nähe und die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Bringt euch ein und gestaltet den Spieltag in Rahden mit!

(fy) – Noch ein Resümee? (fy: Ich glaube, Rene hat sich wirklich gefreut)

Ja, dass bleibt zu hoffen. So wie wir auch hoffen, dass der Rest des Teams einen angenehmen Tag genießen konnte. Für uns war er das und es dürstet uns nach der Fortsetzung.

12.02.2012 – Auswärtssiege in …dreimal dürft ihr rahden

Die Bilder vom Spieltag gibt es hier

SV Ficken

Fortschreitende Digitalisierung einiger Gedanken der Riot Shocker Crew

Nach etwas Abtippzeit freuen wir uns, euch nun auch die zweite und dritte Ausgabe der Hallenzecke zum Ausdrucken bereitstellen zu können.
Die gesammelten Werke könnt ihr dann hier einsehen.

Feedback jeglicher Art ist gerne gesehen.