Archiv für März 2013

0815? Gibts nicht!

Auswärts in Melle

(TV) Samstag morgen um 8:30 Uhr und ich quäle mich aus dem Bett. Am vorherigen Abend fand eine sehr ausgiebige Geburtstagsfeier in unserer, naja, Stammkneipe was auch immer, statt. Ich verließ diese mit einigen Shocker_innen recht zeitig, soll heißen noch vor 03:00 Uhr und hatte die Hoffnung, dass die anderen unserer Gruppe zugeneigten Personen es uns gleich tun, um am nächsten Morgen nicht den Zug zu verpassen. Zu nächtlicher Stunde musste noch die Auswärtshallenzecke fertig gestellt werden und wurde in den Druck geschickt. Am Tag selbst dann kurz das Morgenprogramm abgespult und dann rein in Auto. Gecheckt ob das Material gut verstaut ist und den Zugfahrer_innenhaufen angerufen ob diese auch vollständig unterwegs waren und dann meinen Mitfahrer abgeholt, bzw. noch vor seiner Haustür gewartet. Ab zum Supermarkt um diese bekannten Energie-Drinks und Frühstück zu besorgen und sehr gewundert, warum dieser zu solchen Zeiten schon so voll ist. Habt ihr kein Leben? Ach ja wir sind ja selber hier und das freiwillig und nur für unseren RSC.
Zurück auf die Straße und auf nach Melle um die Zugfahrer_innen der Reihe nach abzuholen und zur Halle zu fahren. Nachdem die erste Ladung aus dem vollgepressten Auto an der Halle befreit wurde und ich wieder los wollte fragte mich unser Trainer ob das alle von uns wären und wo ich denn hin wolle. Als dieser vom Shuttelservice erfuhr, bot er glücklicherweise an den Rest mit dem Sprinter abzuholen und mir zwei Fahrten zu ersparen. Nachdem dann alle an der Halle waren und die erste Autobesatzung mit dem Aufbau noch nicht sonderlich weit gekommen waren, mussten alle ran. Da wir seit dieser Saison immer so planen, dass wir rechtzeitig an der Halle sind, wurde die restliche Zeit mit Klönschnack und dem Konsumieren aller möglichen Getränke und Rauchen verbracht.

Bevor das erste Spiel gegen die Gastgeber_innen aus Melle begann, wurde von uns eine Tapete mit Bezug auf den historischen Kontext zum 30.01.1933 und der Machtübertragung auf Hitler gezeigt. Antifaschismus bleibt notwendig! Rein ins Spiel, wo unser Team unglaublich gut startete und wir mit Melle mehr als mithalten konnten. Auch auf den Rängen konnte die Stimmung überzeugen und alle ließen sich, trotz oder gerade wegen alkoholbedingten Erscheinungen, mitreißen.
Zur Halbzeit konnte Melle gerade mal einen Vorsprung von 2 Punkten vorweisen (24:22) und alle dachten, dass wir vielleicht mal den ersten Sieg auf dem Parkett einfahren könnten. Kurz vor Schluss hatte Melle sich dann auf 37:33 abgesetzt, was sich durch einen wunderschönen Dreier fast relativierte, der entscheidende Korbleger am Ende passte jedoch nicht mehr. Schade. Das Spiel blieb also bis zum Ende ausgeglichen, hatte für uns aber nur das unglückliche Ergebnis von 37:36 für Melle über.

Wie immer auswärts hatten wir auch an diesem Spieltag nur eine kurze Pause, ehe es gegen die Baskets Rahden ran ging. In gewohnter Manier zeigten wir unsere „Dreimal dürft ihr rahden“ Tapete, mit dem Zusatz, „welche Tapete wir immer mitnehmen“. Selbstironie sollte niemals zu kurz kommen. Gegen die Rahdener_innen erhofften wir uns nun endlich den ersehnten ersten Saisonsieg einzufahren. Diese Hoffnung mussten wir leider schnell begraben, denn die Leistung gegen Melle forderte scheinbar ihren Tribut und schon zur Halbzeit stand es 27:14. Auf der Tribüne wurde trotzdem weiter alles gegeben und wieder zwei neue Lieder eingeführt, welche sehr lange von der Crew getragen wurden. Ach was soll der pathetische Quatsch!
Wir haben einfach Spaß bei dem ganzen und singen halt auch gerne. Das Spiel hatte aber auch ein Ende und unsere geschundenen Kehlen konnten sich wieder entspannen, nachdem sich das Team und wir uns für einen tollen Spieltag beklatscht und bedankt hatten. Das Aufräumen muss ich nicht beschreiben und zügig ging es nach Hause, auch mit Unterstützung des erneuten Fahrservices unseres Trainers. Danke nochmal dafür! Zuhause dann noch die Bundesliga geguckt und am Sonntag auch wieder Sportveranstaltungen besucht, bei denen aber keines der sympathischen Teams gewinnen konnte. Um den Spieltag abzuschließen verbleibe ich mit Aussicht auf das Derby in der darauf folgenden Woche in Quarkenbrück mit einem Zitat: „Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.“

Werde Teil der Legende
Riot Shocker Crew

Von Stille bis Lärm

(fy) Endlich ist es soweit! Der Mensch, der den Spielbericht für das zweite Heimspiel der Saison schreiben wollte, bekommt seinen Arsch hoch.

Lange hat es gedauert und ich hoffe, dass mir die Momente, die diesen Spieltag aus machten, während des Schreibens wieder einfallen.
Hier muss ich dazu sagen, dass mein Gehirn bereits leicht strapaziert ins Rennen gegangen ist, da ein guter Freund und Shocker am Abend zuvor seinen Abschied gefeiert hat.

Womit ich dann auch mit dem Spieltag selbst anfangen kann.

Noch nicht ganz ausgeschlafen aber guter Dinge bewegte ich mich 45 Minuten später, als eigentlich geplant, zur Halle, wo auch schon die Menschen gewartet haben, die das sinkende Schiff am Vorabend rechtzeitig verlassen konnten.

Nichts desto Trotz wurden unsere Fahnen in Windeseile aufgehangen, doch das Bild, welches sich vom Spielfeld aus bot, war irgendwie anderes als sonst. Von unten waren „nur“ unterschiedliche Tapeten mit der Aufschrift „Zensiert“ zu sehen, was daran lag, dass der Vorstand des RSC Osnabrück uns vor dem Spieltag dazu aufgefordert hatte, die Hallenzecke nicht zu verteilen.
Sollten wir unsere Zeitung dennoch verteilen, würden sie von ihrem Hausrecht Gebrauch machen…
Hier hat der Vorstand mal wieder voll auf Kommunikation gesetzt und uns kurzerhand ein Verbot ausgesprochen.
Genauere Infos hierzu könnt ihr dem Blogeintrag „Die Riot Shocker Crew sang nicht mehr“ (Die Riot Shocker Crew sang nicht mehr) entnehmen.
Neben den „Zensiert“ Tapeten war von uns während des ersten Viertels kein Mucks zu hören, was durch zugeklebte Münder mit Klebeband zusätzlich symbolisiert wurde.
zensiert
Wer sich den Text durchgelesen oder den Redebeitrag hierzu angehört hat, wird merken, dass wir vorhatten, eine Hälfte mit einem Schatten der Ruhe zu bedecken. Allerdings bemerkten wir, wie lang bereits ein Viertel sein kann, in dem mensch lieber mit seiner Stimme das Team unterstützt hätte.
Wir entschlossen uns also dazu, das zweite Viertel alles raus zu lassen, was wir uns zuvor verkniffen hatten und besangen das Team wie wir nur konnten.
Leider änderte dies jedoch nichts an einem Halbzeitstand von 11:25 gegen unseren RSC.
Wir hofften also auf die zweite Hälfte und zeigten dem RSC auf einer Tapete, dass er vor allem am Tag der Landtagswahlen unsere einzige Wahl ist.
einzigewahl
Den Beweis dazu lieferten unsere Gesänge, die lautstark durch die Halle dröhnten. Auch das 2. Team des RSC zeigte, dass an dem Punktestand noch etwas gedreht werden kann! Es wurde gekämpft und gepunktet, was leider nicht dazu reichte, die spielerisch noch besseren Baskets aus Rahden zu schlagen und so wurde das Spiel mit einem 27:47 beendet.
Aber egal! Wir freuten uns auf das zweite Spiel.

Die Pause wurde dann zum essen, rauchen, schlafen und zum Unikram lernen genutzt.
Hier muss ich sagen, dass ich durch den Menschen, der unerbittlich lernte nun endlich weiß, was Aldehyde sind. Ein Aldehyd ist nämlich ein Alkohol, dem Wasserstoff entzogen wurde.
Apropos Alkohol, dieser wurde an diesem Spieltag eher wenig bis gar nicht konsumiert. Möglicherweise lag es an dem oben bereits erwähnten Vorabend. :) Nur eine Person, die der Party am Abend vorher fern blieb, schaffte es das ein oder andere Bier zu trinken.

Mit dem Ende der Pause begannen schließlich die Vorbereitungen für die Choreo, die uns vorher einiges an Zeit gekostet hatte.
Ein großes Stück Stoff, welches darauf wartete den Spieler_innen ein wunderschönes Bild zu zeigen, wurde an der Tribüne befestigt. Als nächstes wurden Partypopper verteilt um der ohnehin schon schönen Choreo Nachdruck zu verleihen.
Als die Teams sich für den „Spielstart“ bereit machten fiel eine riesige Fahne die Tribüne hinunter und unser Block verbarg sich hinter einem von Rauch umschlungenen Basketball. Forza RSC!

Nach einem Countdown wurden die Partypopper gezündet wodurch niemand mehr seine Hand vor Augen sehen konnte, weil derartig viel Konfetti in der Luft lag.
Genau dieser Konfettiregen sorgte kurz darauf dafür, dass das Spiel nicht eher starten konnte bis die Massen an Konfetti vom Spielfeld entfernt wurden.
Dies war dann auch der Zeitpunkt, an dem wir unsere Vergesslichkeit bemerkten…

„…Ich dachte du hättest den Besen eingepackt…“

Um die Rutschgefahr zu beseitigen wurden Fahnen schnell zu Besen umfunktioniert und das Spiel konnte mit einigen Minuten Verzögerung starten.
Den Spielstart bemerkten auch Menschen, die sich außerhalb der Halle befanden. Ein „Aux Armes“, welches durch die Putzkolonne der Riot Shocker Crew vom Spielfeldrand aus angestimmt wurde, donnerte durch die Halle und brachte diese zum Beben.
Wie erschrocken die Dragon Wheelers darüber waren, wurde durch eine Führung unseres RSC klar. Leider konnte diese nicht gehalten werden und die erste Hälfte endete mit einem 8:29 gegen den RSC.
Nun war uns eins klar: Alles geben!
Das Team ging wohl mit der gleichen Einstellung ins Rennen und holte einen Punkt nach dem anderen, wodurch auch wir aus dem Jubeln nicht mehr raus kamen. Der Vorsprung der Drachen wurde kleiner und kleiner während wir lauter und lauter wurden, was die Stimmung zum Kochen brachte.
Diese heiß umkämpfte zweite Hälfte endete schlussendlich leider doch mit einem Spielstand von 40:50 für die Menschen aus Quakenbrück.
Schweißgebadet und absolut heiser durch die beiden Spiele, bejubelten wir das Team für die Aufholjagd und die damit verbundene Spannung, die sich uns bot.
Die Spielerinnen und Spieler inkl. Trainer kamen noch einmal vor die Tribüne um noch kurz mit uns zu feiern, woraufhin für uns die Aufräumarbeiten begannen. Als wir endlich alles zum Fegen zusammen hatten wurde gefegt und gefegt bis die Berge an Konfetti in etlichen Mülltüten verstaut waren und wir vom Hausmeister aus der Halle gebeten wurden, da auch dieser endlich Feierabend haben wollte.
mob
Fix und fertig entfernte sich die Riot Shocker Crew von der Halle wobei der ein oder die andere den Kopf noch einmal drehte und von dem nächsten Spieltag träumte…

Donnerstag: 12 Uhr – Berlin, Kreuzberg

3. HS -3er
(mc) Mit verkatertem Blick schaute ich mich selbst im Spiegel an. Die Party vom Vorabend hatte ihre Spuren hinterlassen, dabei wollt ich doch gar nicht so lange machen. Wie so oft…
Als hätte mensch das nicht kommen sehen. Naja, half alles nichts.
Schließlich gings heute schon in Richtung Osnabrück um am Abend einem Vortrag von Sookee zu Heterosexismus und Homophobie im Rap zu lauschen und anschließend Sookee und Refpolk im SubstAnZ performen zu sehen. Am Freitag sollte noch ein wenig vorbereitet werden für das Highlight des Wochenendes: den ersten Heimspieltag der Saison.

Also auf gings, schnell alle Sachen eingepackt und mit samt Mitbewohnerin und einem Ex-Schocker aus Osnabrück, der zu Besuch war, ins Auto gesetzt.
Für Frühstücken war keine Zeit mehr, dies konnte jedoch erfolgreich bei einer größeren Fastfood Kette nachgeholt werden.
Die Fahrt war wie zu erwarten lang und von einigen Fehlern des Fahrers geprägt.
So wurde beispielsweise mehrfach um einen Häuserblock gefahren, weil die Einfahrt zu der darin liegenden Tankstelle nicht allzu leicht zu erkennen war und der Fahrer es tunlichst vermied, auf der Straße zu bremsen, um einmal genauer hinzusehen oder beim verpassen der Einfahrt gar möglichst schnell wieder zu wenden.
Es wurden mehrfach die falschen Auf- und Abfahrten auf der Autobahn genommen und wild im Auto gestritten, wieso mensch denn dauernd auf sein Navi gucken würde anstatt auf die Anweisungen der Mitfahrer_innen zu hören und dann das ganze trotzdem nicht hinbekommt.
Schluss endlich erreichten wir unser Ziel in Osnabrück leider mit etwas Verspätung, sodass wir den Vortrag nicht mehr pünktlich erreichten und uns dazu entschieden lieber vor der Party noch etwas zu essen.

Ein paar Bier und gefühlte 3kg Käse Spätzle später, machten wir uns auf den Weg ins SubstAnZ.
Schon kurz vor dem Eingang begegneten wir einigen Schocker_innen und Genoss_innen, was in einem Umarm- und Begrüßingsinferno endete.
Das SubstAnZ war wider Erwarten gut gefüllt, schließlich war es ja mittlerweile fast 22 Uhr und es war immer noch Donnerstag.
Drinnen ging das Begrüßungsinferno weiter und so dauerte es eine Weile bis endlich für neues Bier von der Theke gesorgt war.
Die Stimmung war relaxt und aus den Boxen trällerte es allerhand Rap, Punk und Electro. Auf kurze Nachfrage bei einem Shocker der für die Musik verantwortlich war, ob es denn heute Abend auch noch Trash Mucke geben würde, wurde dies zu meinem Bedauern verneint, weil der Mensch heute nicht solange machen wolle. Das kennen wir doch schon oder?
Nach einigen Gesprächen und weiteren Bieren trat Refpolk als erster auf die Bühne und wurde euphorisch vom Publikum begrüßt.
Ein Mix aus seinen bereits bekannten Liedern und neuen Tracks, seines grade frisch erschienenen Albums, welches ihr hier bekommen könnt: http://refpolk.bandcamp.com/album/ber-mich-hinaus
heizte der Menge ein und veranlasste zum Tanzen und mitsingen.

Nach einem kurzen Break und dem letzten Song von Refpolk stand auch schon Sookee auf der Bühne und legte los.
Die Stimmung war richtig gut und fast jeder Track wurde vom Publikum mehr oder weniger gekonnt mitgesungen und betanzt.
Wer mehr über Sookee erfahren will oder Ihrer Musik lauschen möchte, kann hier vorbeischauen: http://www.sookee.de/
Alles in allem ein richtig schöner Konzert-Abend soweit, aber die Nacht war noch zu jung und so sah es scheinbar auch der musikverantwortliche Shocker, der nun doch zum Trash abfeiern einlud.
Damit begann eine wiedermal legendäre Trash-Aftershowparty die bis in die morgen Stunden ging. Soviel zu „ich mach heute nicht solange“.
Um alle Höhen und Tiefen des Abends hier weiter auszuführen ist hier leider kein Platz mehr, soll schließlich nen Spielbericht werden und kein Partybericht.
Ausserdem hab ich mittlerweile fast den unteren Rand des MacBook Bildschirms erreicht und der Café Latte ist so gut wie leer ;-)

Kommen wir also zum farbenfrohen Teil.
Am Freitag sollte noch gemalt und allerhand Kram organisiert werden, das wurde wohl auch getan, allerdings ohne die katergeplagte Sektion Berlin.
Der Alkohol des Vorabends hinterließ mal wieder seine Spuren, was darin endete, das der Tag und der Abend lieber vor dem Fernseher, in der Wohnung in der wir Zuflucht fanden, zum ausnüchtern genutzt wurde. Was mit andauerndem Anrufen der restlichen Shocker_innen begleitet wurde, um zu fragen wo mensch denn bleibt. Wahrscheinlich war es ganz gut das wir nicht mehr rausgegangen sind, so konnte sich die Sektion Berlin am nächsten Morgen problemlos aus der Umklammerung des Bettes befreien und sich pünktlich aufmachen um den RSC zu supporten.

Angekommen am vereinbarten Treffpunkt und einen kurzen Plausch mit den restlichen Shocker_innen – sowie zwei Menschen die sonst eher den FC St. Pauli supporten uns aber heute begleiten wollten – packten wir die bekannten Utensilien in die bereitstehenden Autos und machten uns auf den Weg zur Halle.
An der Halle trafen wir noch auf weitere Shocker_innen und machten uns daran unsere Fahnen und Banner an der dafür vorgesehene Tribüne zu befestigen.
Endlich wieder RSC! Mich überkam die Freude! Da die Sektion Berlin aus logistischen Gründen leider beim letzten Spieltag in Meppen fehlte, war dies also erst das zweite Spiel das bestaunt und bejubelt werden konnte.

3.HS Regen Sonnenschein

Im ersten Spiel traf unser RSC auf die Red Dogs Ostfriesland.
Mit hohen Erwartungen an das bevorstehende Spiel entrollten wir unsere erste Tapete mit der Aufschrift „Nach Regen“, hierzu trugen die meisten Shocker_innen Regencapes, welche vor dem nun einsetzenden Konfettiregen schützen sollten. Leider war die Choreo etwas unorganisiert, was zur Folge hatte, das Teile der Crew nicht da waren und auch das fotografieren der Choreo verpasst wurde. Als sich der Konfettiregen legte, wurde die zweite Tapete hervorgeholt mit der Aufschrift „Kommt Sonnenschein“. Ein Shocker, durch eine Goldene Krone als Sonne gekennzeichnet, tanzte umher und der Rest der Shocker_innen musste vor lauter Sonnenschein zu den mitgebrachten Sonnenbrillen greifen. Mit dem danach einsetzenden Aux Armes sollte es nun richtig losgehen, sowohl auf dem Platz als auch auf der Tribüne. Leider hatte das Aux Armes nicht die gewohnte Power, was wohl an der uns bekanntlich nicht allzu gut liegenden frühen Stunde und den immer noch abstinenten Shocker_innen, sowohl physisch als auch vom Bier, lag.
So wie das Aux Armes verlief auch die erste Hälfte des Spiels und des Supports, eher mäßig. Auf dem Platz wurden viele Chancen zu leichtfertig vertan, die eigene Treffsicherheit ließ zu wünschen übrig und oben auf der Tribüne glänzte der Support auch nicht grade mit Textsicherheit. Was alles in allem zu einem Halbzeitstand von 10:27 führte.
Die Halbzeitpause wurde genutzt um die ersten Hallenzecken zu verteilen (die diesmal in einem echt fetten Design daherkam), Sticker zu verkaufen, Zigaretten zu rauchen, Bier nachzutanken, und sich selbst und das Team darin zu bestärken, dass da noch mehr geht.
Passend zum Anpfiff der zweiten Hälfte befand sich der Großteil der Shocker_innen auch wieder auf der Tribüne. Der Support lief allerdings immer noch etwas schleppend, einzig das „Allez Grün-Weiß“ knallte ordentlich durch die Halle. Trotz dem Versuch einzelner Shocker_innen durch „lauter!“ und „jetzt alle!“ Rufe den Support ordentlich anzuheizen sollte der Funke nicht wirklich überspringen.
Ähnlich verlief es auf dem Platz, es wurde gekämpft was das zeug hält, doch die Lücken in der Abwehr waren zu groß und die Ostfriesen zu treffsicher. Ärgerlich. So musste am Ende der zweiten Halbzeit mit 14:61 eine eindeutige Niederlage hingenommen werden.

So hatten wir uns das erste Spiel Zuhause sicherlich nicht vorgestellt.

In der Pause wurde sich fleißig am Büffet bedient und die ein oder andere Flasche Bier vom Kiosk organisiert. Schön war zu sehen, das unsere Sticker gleich bei der Zielgruppe ankamen, so trug beispielsweise die Verkäuferin am Büffet unseren Sticker auf der Brust. Da fühlt mensch sich doch gleich noch ein Stück wohler! Bei einer Zigarette mit einem der RSC Spieler wurde uns offenbart, dass dieser am Mittwoch alleine beim Training war, was zu ungläubigen Blicken und Gelächter führte. Was war da nur los? Es wurden Rufe nach Trainerwechseln laut, die aber eher ironischer Natur waren.
Weiter wurde sich über die fehlende Treffsicherheit ausgetauscht, zur Motivation, das Ganze besser zu machen, wurde dem Spieler unsererseits eine Flasche Bier für jeden gemachten Korb angeboten. Im Gegenzug stachelte der Spieler uns an, gefälligst auch mehr Lärm zu machen. DEAL!
Während der Spielpause mussten wir dann auch noch weitere Verluste hinnehmen. Die bereits erwähnten St. Pauli Supporter_innen, die uns begleiteten, verließen uns und eine Shockerin hatte tatsächlich ihren Umzug auf den Heimspieltag gelegt. Vernünftiges Zeitmanagement sieht anders aus!

Kurz vor dem Anpfiff der Partie gegen die Emsland Rolli Baskets kam ein netter Gruß eines Sektion Phnom Penh (Kambodscha) Shocker per Messenger, der bei 30 Grad im Schatten wohl lieber für den RSC schwitzen würde ;-) Im Gegenzug wurde das erste Ergebnis des Heimspieltages zurück getickert, welches bei ihm wohl trotzdem nicht die Sehnsucht vertrieb.

Sektion Phnom Penh

Das zweite und damit letzte Spiel für den RSC gegen die Emsland Rolli Baskets wurde nun mit Spannung erwartet.
Schon vor Spielbeginn machte sich gut Stimmung auf der Tribüne breit, was dazu führte das die ersten Gesänge schon vor dem Anpfiff durch die Halle donnerten.
Der Knoten war endlich geplatzt und die Crew bereit noch einmal alles zu geben.
Auf dem Spielfeld ging es gleich erfreulich gut für uns los und jeder Treffer des RSC wurde lautstark bejubelt und beklatscht.
Sehr bewundernswert war die Verteidigung unseres Teams, die den „Top Scorer“ der Baskets, mit der Rückennummer 12, ganz einfach kalt stellten, indem dieser bereits in der eigenen Hälfte angegangen wurde.
Das starke Pressing zeigte Wirkung, sowohl im Spielverlauf als auch in der Motivation des immer wieder ausgebremsten und geblockten Spielers – der sich immer wieder lautstark beim Schiedsrichter beschwerte.
Den Emsland Rolli Baskets gelang es innerhalb der ersten Hälfte nicht ihr Spiel gegen diese Taktik auszurichten, was zu einem Halbzeitstand von 22:30 für unseren RSC führte.
Die Stimmung war am kochen! Befanden wir uns doch tatsächlich auf dem Weg zum ersten Sieg der Saison?!
Die kurze Halbzeitpause wurde genutzt um schnell noch einmal die Nikotinreserven aufzufüllen und sich gegenseitig anzustacheln das es noch lauter geht.
Zum Ende der Pause entrollten wir eine weitere Tapete die an NS-Kriegsverbrecher_innen und ihre Taten erinnern, sowie deren Straffreiheit thematisieren sollte. Eine ausführliche Erklärung hierzu gibt’s in unserer neuen Rubrik „Mehr als nur Wandschmuck“ in der nächsten Hallenzecke.

3. HS NS-scheisse

Mit dem Anpfiff schallte es wieder aus den mittlerweile immer öfter heiser klingenden Kehlen der Crew.
Ein Gesang nach dem anderen wurde von der Tribüne abgefeuert. Von Seiten der Bank des RSC wurden wir immer wieder angestachelt lauter zu supporten.
Das taten wir auch. Endlich wurde, ohne größere Lücken, durchgesungen – so muss das!
Unten auf dem Platz entwickelte sich ein richtig gutes und spannendes Spiel. Die Emsland Rolli Baskets holten langsam auf und fanden immer besser ins Spiel.
Es hagelte einige Körbe auf beiden Seiten. Erneut wurden viele Fouls gepfiffen, die den Baskets zu viele Freiwürfe ermöglichten.
Die Freiwürfe wurden hierbei, wie gewohnt, mit allerhand unrhytmischem Lärm unsererseits begleitet, was auch immer wieder zu Fehlwürfen führte. Zumindest bilden wir uns das ein…
Kurz vor dem Ende der zweiten Hälfte schafften die Baskets den Ausgleich – Overtime!

Wir waren uns alle ein wenig uneinig was denn „Overtime“ jetzt genau bedeutet, schließlich kommt das nicht so oft vor und auch wir kennen nicht das gesamte Regelwerk des Rollstuhlbasketballs auswendig, …noch nicht! Wurden jetzt zwei mal 10 Minuten oder nur einmal 10 Minuten nachgespielt? Die Versuche von der Tribüne aus Kontakt mit den Schiedsrichtern zu suchen und nachzufragen missglückten. Diese Unwissenheit sollte uns jedoch keineswegs davon abhalten weiter alles zu geben. Sei es 10 Minuten oder eben 20!
Es wurde zwar deutlich spür- und hörbar, dass auch wir langsam an unsere Grenzen kamen, dennoch war die Stimmung weiterhin ne „Jute Sache“!

Noch einmal wurden alle Gassenhauer ausgegraben um unseren RSC nach vorne zu schreien.
Leider mussten wir immer wieder gute Konter der Baskets, die zu Punkten führten, hinnehmen.
Die Taktik, die Nummer 12 auszubremsen, ging leider nicht mehr auf.
Es wurde zwar weiterhin gut geblockt, nur leider waren damit zwei Spieler beschäftigt, was zu großen Lücken führte.
Kurz vor dem dem Ende der 10 Minuten lagen die Baskets mit nur wenigen Punkten vor uns.
Mit allen Kräften wurde versucht die Punkte aufzuholen. Mit nur noch wenigen Sekunden auf der Spieluhr gab es noch einmal Hoffnung.
Freiwürfe für den RSC. Leider wurde nur einer der beiden Würfe verwandelt. Die restliche Spielzeit reichte leider nicht mehr aus um die nun nur noch 4 Punkte Vorsprung aufzuholen und wir mussten uns mit 54:50 geschlagen geben. Overtime sind leider doch nur 10 Minuten. Wirklich Schade! Diesem Spiel hätten wir noch ewig zusehen können!

Definitiv das beste Spiel das die Sektion Berlin bisher erleben durfte! Die Stimmung war Bombe und es hat richtig Laune gemacht den Spieler_innen zuzusehen.

Wir verabschiedeten das Team mit „Ich bin dabei, du bist dabei, wir sind dabei, wenn ihr verliert!“
Das nächste mal gibt’s dann aber endlich die abgewandelte Version „Ich bin dabei, du bist dabei, wir sind dabei, wenn ihr gewinnt!“

Forza RSC! Werdet Teil der Legende!