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Tage wie dieser – Rückblick Groningen

(sp) Es gibt Tage, an denen weiß mensch schon beim Aufwachen, dass sie gut werden. Bei manchen weiß mensch es schon am Tag zuvor beim Einschlafen. Und dann gibt es die Tage, auf die sich bereits ein halbes Jahr im Vorfeld gefreut wird. So ging es wohl fast allen Shocker_innen beim Betrachten der Spieltermine zu Beginn der Saison und der Feststellung, dass Groningen auf einem Samstag liegen würde. Einem Samstag zudem, an welchem noch nichts anderes stattfand und welcher somit weit im Vorfeld freigehalten werden konnte. Das schafften die einen besser als die anderen, aber im Endeffekt war die Vorfreude auf die Reise nach Groningen groß. So groß und so ansteckend, dass unser geplantes Reisegefährt und die Anzahl der mitreisenden Personen immer weiter wuchs und die Überlegung, einen Bus für die Fahrt zu mieten, sich schon bald als absolut brauchbar entpuppten.

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Nun liest sich so eine Busfahrt immer leichter, als die tatsächliche Vorbereitung und Durchführung dahinter ist. Die Bustickets für die Tour wollten wir z.B. beim ersten Heimspiel (wir erinnern uns, 23.11.2013) verkaufen, da wir hier eine größere Menschenmenge mit Interesse daran erwarteten und so auch in der Frist, die uns das Busunternehmen gesetzt hatte, bereits festmachen hätten können, ob die Busfahrt weiterhin realistisch ist. Mit der Absage des Heimspieltages kamen wir hier natürlich schon ins Rotieren. Nur ein ähnlicher Sachverhalt in Groningen hätte uns wohl noch mehr verzweifeln lassen. Die Planungsmasterminds der Crew schafften es aber doch und sowohl der (Getränke-)Einkauf als auch die Choreovorbereitungen waren bereits am Tag vor der Abfahrt abgeschlossen. Die Crew traf sich an besagtem Samstagmorgen früh zum Brötchen schmieren und gemeinsamen Einstimmen auf die Reise. Mit dabei diverse Sufftras, die gerade aus ihren Partylöchern kamen und ein letztes Bier zu trinken gedachten, die Reise an sich aber nicht antreten wollten. Auch unsere Gäste aus entfernten Städten, sowie die Sektionen, trafen langsam am Ort des Aufbruchs ein und als auch der Bus pünktlich vorfuhr, ahnten sich einige bereits in Groningen.

Doch zuerst hieß es, alles im Bus zu verstauen. Der Busfahrer kommentierte das Herantragen der Getränke nach einer Weile nur mit einem erstaunten „Was habt ihr denn vor?“, während viele Menschen halfen, die Gegenstände und Getränkekisten im Bus optimal zu arrangieren. Wie es so kommen musste, blieben dabei unsere gemalten Tapeten zuhause liegen. Wenn wir rausbekommen, wer dafür verantwortlich war, wird dieser Person wohl nahegelegt, der Sektion Münster beizutreten. Teil davon wird sie wohl noch nicht sein, denn so viel Verantwortung kann von den Münsteraner_innen eh niemand tragen. Sinnvoller die Tapeten zu vergessen, als das Bier, mag es ja trotzdem gewesen sein. Mensch kann halt nichts für die Überforderung einzelner. Die Sufftras hingegen waren nicht überfordert, sondern eigentlich in ihrem Element. Wenn sie nicht im Weg rumstanden, konsumierten sie weiter Alkohol und liebäugelten mit der Möglichkeit, im Bus noch kurz ein Feierabendbier zu sich zu nehmen. Während unsere Mitreisendenliste auf der einen Seite langsam schrumpfte, da einige Menschen nicht aufstehen wollten (Wohnort Münster) und andere nicht konnten (Verräter_innenschweine, bei denen liegt es in der Natur der Sache), wuchs die Liste auf der anderen Seite um eine Handvoll Sufftras.

So fuhren wir eine Viertelstunde nach angedachter Abfahrt (wir kennen den Schuldigen, noch ein Kandidat für die Sektion Münster) los. Unser Reiseleiter wies souverän auf die Verhaltensweisen auf einer Bustour hin, nachdem zuerst alle Freund_innen und auch Sektion Münster begrüßt worden waren. Auch die Sufftras stellten langsam fest, dass es doch ganz unernst nicht wahr. „Wo fahren wir eigentlich hin?“, „Ohne Alkohol wäre ich nicht hier“ und andere eloquente Beiträge versüßten gerade zu Beginn der Fahrt selbige. Mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten vertrieb sich die illustre Reisegesellschaft die Zeit. So wurde im Bus gelernt, gegessen, geschlafen, gesungen, die Hallen-/Auswärtszecke gelesen oder einfach nur aus einem Benzinkanister Cola-Korn konsumiert. Vergnüglich stoppte der Bus bald darauf zur ersten Pause und entlud sich sehr fix. Hierbei kam es dann zu den üblichen Umgestaltungsvorgängen. Ihr kennt das ja, hier ein Loch buddeln, da einen Baum pflanzen. Was mensch eben so macht. Der Busfahrer kommentierte nicht, was wir bei ihm als positiven Charakterzug verbuchten und nachdem alle fertig umgestaltet hatten, das Bier wieder aufgefüllt war und auch die letzte Person fertig mit Kotzen war, ging es weiter Richtung Groningen, entlang durch Feindesgebiet – Dem Emsland.

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Unser Reiseleiter griff sich wieder das Mikrophon und gab uns eine großartige Einführung in das Wesen der Emsländer_innen und des Emslands als solchem. Dem Alkoholkonsum war der Vortrag auf jeden Fall zuträglich, denn im Großteil ging es doch ums Saufen und diverse Kornbrennereien, die es im Emsland scheinbar in jedem Keller gibt. Von den Emsland Rollis fehlte im Vortrag, der jede noch so kleine Besonderheiten des Emslands betonte, allerdings jegliche Spur.

Wir erreichten die Grenze ohne weitere sonderlich erwähnenswerte Ereignisse und auf dem Weg zur Halle kamen uns dann Erinnerungen an die letzte Tour nach Groningen. Mensch, was waren wir heute nüchtern im Vergleich zum Jahr davor. Oder aber, wir waren so viele, dass die zwei bis fünfzehn Sufftras nicht so auffielen, wie zuvor. Zuletzt hatten wir Groningen mit einem Neunerbus und einem Auto angereist, nun also mit einem 57er Bus. Unser Reiseleiter war sich trotzdem sicher, dass der Bus kaum größer sei als letztes Jahr und ließ den Busfahrer erst einmal vor die Halle manövrieren. Unser Busfahrer konnte nicht nur gut schweigen und das Schauspiel in den Pausen über sich ergehen lassen, nein, auch Busfahren hatte er drauf. Ohne ein Wort des Ärgers badete er die dümmliche Idee unseres Reiseleiters aus und wendete auf kleinstem Platz um uns kurz darauf aus dem Bus zu entlassen. Etwa zeitgleich mit uns kam das Team des RSC Osnabrück im Bulli, sowie aus der anderen Ecke ein Bullenwagen, an. Warum dieser mitten im Nichts an einer Halle rumgurkte, konnte nicht geklärt werden. Probleme gab es aber keine und so wurde sich bepackt und der Weg zur Halle angetreten.

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Es war schon ein schönes Bild, überall in der Halle, draußen und auf der Tribüne Shocker_innen zu sehen, die sich für den Tag einrichteten. Der Tresen der lokalen Gastronomie fand darüber hinaus schnell seine Fanbasis und Sektion Frankfurt vermittelte sogar mit niederländischen Sprachkenntnissen einige schmackvolle Biere an nicht so sprachgewandte, aber durstige Mitfahrer_innen. Das Bier war zwar nicht ganz billig, trotzdem wurde versucht, einen Kasten zu erwerben um die Örtlichkeiten weiter zu unterstützen. Leider konnte der Barkeeper auf das Angebot nicht eingehen, da es ein Glasflaschenverbot für die Tribüne gab. Zwar guckte er bei unserem Betreten immer schön weg und sprach unsere mitgebrachten Flaschen nicht an, müsse dies aber ja nicht auch noch fördern. Schade, aber dennoch eine sehr kulante Haltung und ein Grund, warum wir uns in Groningen so freundlich aufgehoben fühlen. Im Folgenden wurde die Choreo vorbereitet und die Auswärtszecke in der Halle verteilt. Bei den Emsland Rollis fand sich genau ein_e Abnehmer_in, während sich beim Team aus Groningen fleißig dafür bedankt wurde und alle ihr Exemplar erhielten. Gut, dass wir die Auswärtszecke in gegenseitigem Respekt auch auf Niederländisch vorbereitet hatten, während wir eine Überarbeitung zur Verständlichkeit der Emslandbevölkerung nicht vornahmen.

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Dann sollte es endlich losgehen. Zu einem großen Joschi (von Super Mario) mit Basketball in der Hand und einem großen „Super RSC“ flogen diverse Kassenrollen. Die Prophezeiung, dass die Halle groß genug sei und die Kassenrollen nicht mal bis aufs Feld fliegen würden, bestätigten sich, während die Prophezeiung bzgl. der Größe des Joschis und der Annahme, dieser würde wohl locker vor die Tribüne passen, beinahe um ein paar Zentimeter falsch gewesen wäre. Auch wenn die Kassenrollen nicht wirklich auf das Feld geflogen waren, sammelten sich schnell einige Shocker_innen um diese zu beseitigen und von unten das „Aux Armes“ anzustimmen. Ein guter Auftakt in einen Support, der in der Folge nie an Intensität verlor. Bis auf Sektion Münster hatten alle Bock zu singen und selbst einige Sufftras rissen sich zusammen. Wenn an der einen Ecke der Tribüne der Gesang abebbte, entsprang er an der anderen Ecke umso lauter. Sektion NEUmünster konnte hier ebenfalls kräftig punkten, da sie mit Textsicherheit und Melodiekenntnis alle naheliegenden Erwartungen auf Grund der Namensähnlichkeit zu Sektion Münster entkräften konnte. Auch auf dem Spielfeld verzauberte uns das Team des RSC Osnabrück. Zur Halbzeit führten unsere Spieler_innen mit 27:17 Punkten und ließen bereits zu diesem Zeitpunkt kaum noch Zweifel zu, wer hier als Gewinner_in vom Platz kommen würde.

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Doch dann folgte das, was wir aus den Ausführungen unseres Reiseleiters über das Emsland nur erahnen hätten können. Die Punkterichter_innen versuchten das Unmögliche. Mit den Augen betrachteten sie das unterhaltsame Geschehen auf der Tribüne, während sie nebenbei versuchten, die Spielzüge des RSC Osnabrück zu verstehen, die in einer selten gekannten Geschwindigkeit vorgetragen wurden. Derart multiple gefordert stellten sie irgendwann ihre Tätigkeit ein und beschränkten sich darauf, die Punkte nicht mehr nach erfolgreichen Korbwürfen zu verteilen, sondern so, dass das Spiel ausgeglichen und spannend blieb. Hier mal ein Punkt mehr für das Emsland, hier mal zwei Punkte weniger für den RSC Osnabrück. Doch irgendwann flog auch die nett gemeinte Punkteverteilung auf und es gab Proteste aus allen Lagern. Ob das Emsland protestiert hat, wissen wir nicht mehr so genau. Dass sie nicht verstanden haben, dass sie nur führen, weil die Punkterichter_innen es gut mit ihnen meinten, könnten wir uns vorstellen und von daher mag es auch so gewesen sein, dass auch das Emsland gegen die Wertung aufgebahr.

Die Crew überbrückte die Zeit der Entscheidungsfindung mit weitersingen und dem Versuch in Erfahrung zu bringen, was hier genau vorgefallen war und wie das Spiel weiterlaufen würde. Irgendwann folgten eine Art technische Freiwürfe. Mal für den RSC Osnabrück, mal für das Emsland und der Endstand von 48:43 gegen den RSC war ebenfalls irgendwann final. Bis dahin hatte die unterhaltsame Aktion der Punkterichter_innen dazu geführt, dass die Crew etwa zwanzig Minuten länger sang, als sie es bei einem normalen Spielverlauf getan hätte und sowohl wir als auch das Team sehnte die Pause herbei. Ein kurzer Plausch mit unserem Trainer erbrachte die Erkenntnis, dass der RSC Osnabrück aus Kostengründen keinen Protest gegen die Wertung für die Emsländer_innen einlegen würde, auch wenn das auf Grund der Geschehnisse absolut nachvollziehbar gewesen wäre. Das wiederrum das Emsland davon überzeugt war, nicht anders gegen uns gewinnen zu können, spricht Bände über deren Teamgeist. Meppen, das Epizentrum der Emsland Rollis kann uns mal ganz weit den Buckel runterfahren. Wir haben lange gesucht, es kaum vermisst und doch ist es jetzt in anderer Form wieder da. Meppen – Das Nordhorn des Emslands!

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Wir regenerierten uns bei einem kurzen Trott zum Bus und dem Auffüllen unserer Speisen, bevor es nach einer kürzeren Pause gegen die Gastgeber_innen aus Groningen ging. Ähnliches Setting: Ein überragender RSC Osnabrück, gepusht durch die überragende Stimmung auf der Tribüne, ließ die Halle wackeln. Wenn auch der Halbzeitstand eine geringere Punktedifferenz zwischen dem RSC Osnabrück und Groningen aufwies als bei der Partie gegen die Emsland Rollis (24:31 Punkte für die Guten), reichte der Vorsprung zu einem eigentlich nie gefährdeten Sieg (47:65 Punkte für die Guten). Vorstellbar wäre, dass auch an dieser Stelle das beherzte Agieren der Crew dem Team den Rücken freihielt. Mit der Wachsamkeit eines dreiköpfigen Hundes behielt sie den Punktestand genau im Auge und konnte tatsächlich auf Unregelmäßigkeiten aufmerksam machen. Sobald die Tumulte auf der Tribüne starteten, besannen sich die Punkterichter_innen auf ihren Job und sortierten die Punkte ruckzuck so, wie sie denn eigentlich sein mussten.

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Wir feierten auch das komplette zweite Spiel und am Ende konnte mensch in viele glückliche, wenn auch erschöpfte Gesichter blicken. Auch das Team war gut zufrieden. Leider fehlte etwas die Zeit zum gemeinsamen Verabschieden, da wir nach dem Aufräumen der Tribüne zum Bus mussten. Schließlich hatte uns das erste Spiel etwas in Verzug gebracht. Es folgte noch ein kurzes Foto mit allen Mitreisenden auf welchem Sektion Münster zum Glück fehlte. Beim anschließenden Antreten der Rückreise waren sie allerdings wieder dabei, lösten sich aber kurz darauf auf um der Sektion Sufftras beizutreten. Mitbekommen hat davon wie immer niemand etwas, es interessierte schlicht und ergreifend niemanden. Die Rückfahrt war von guter Stimmung und immer noch beweglichen Stimmbändern geprägt. Unser Reiseleiter machte weiterhin einen grandiosen Job und ließ auch beim letzten Stopp vor der deutschen Grenze noch einmal sein komplettes Potential erkennen, als er die Reisegruppe auf die benachbarte Bullenstadion aufmerksam machte und empfahl, hier nicht so zu eskalieren. Wir können ihm also danken, dass wir vollzählig und im Zeitplan Osnabrück erreichten. Die Vorräte wurden aus dem Bus geholt und es begann ein geselliges Beisammen sein.

Wir danken allen, die mit uns diese Tour bestritten haben. Den Shocker_innen, die sich um das Essen und Trinken, die Choreos und die Busorga gekümmert haben. Den Sufftras, die zu unerbittlich waren, als sich morgens vom Suff ins Bett zwingen zu lassen. Den vielen Gästen, welche teilweise das erste Mal mit uns unterwegs waren und die trotzdem nie als Fremdkörper in der Kurve oder im Bus wahrgenommen wurden. Den Gastgeber_innen in Groningen, die uns gewähren ließen, egal was wir auch taten und stets ein Lächeln für unser Treiben über hatten und wir danken unserem Team und Trainer_innengespann. Mit euch geht uns das Herz auf und die vielen Lieder die von eurer Einmaligkeit und unseren Gefühlen zu euch berichten, sind unser Versuch, euch etwas davon wieder zu geben.

Wie schon das Vorwort in der Auswärtszecke an besagtem Spieltag endete, so schließt auch dieser Text:

Bereits Teil der Legende – IHR!

PS: Wir danken auch Sektion Münster. Schön, dass ihr so unauffällig wart und euch weitestgehend zurückgehalten habt.

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(Text erschienen in der Hallenzeck #7)

Auf eine grün-weiße Saison!

Alles noch einmal Revue passieren lassen. Träumen, Blogs lesen, Fotos anschauen, immer und immer wieder. Mit einem Knall aufgehört und ruhig war es. Immer wieder höre ich es, singe leise mit „Oh RSC, oh RSC, Oh RSC, …“ Die Trommelschläge mein Rhythmus im Alltag. Die Liedtexte meine morgendliche Gebete. Die Crew meine Droge. Und jetzt, endlich wieder alles vereint. Ich liebe dich, du wunderschöne Vorfreude.

(aa) Gefühle adäquat auszudrücken ist nicht einfach und sonst auch eher nicht mein Ding. Aber diese Einleitung passt einfach. Sie drückt das aus, was ich monatelang durchstehen musste. Es gibt zwar haufenweise Ausgleichsmöglichkeiten, doch das Gefühl mit seinen engen Freund*innen auf der Tribüne zu stehen und den RSC voran zu singen, ist mit nichts vergleichbar! Ich will damit nicht sagen, dass die Riot Shocker Crew ein Projekt ist, welches durch Einzigartigkeit nicht übertroffen werden kann. Es verbergen sich hinter ihr aber einzigartig tolle Menschen und eine (fast) einzigartig angenehme Mentalität! Ich liebe euch Leute und auch wenn es manchmal schwierige Situationen gibt, denkt daran wie viele schöne Momente wir durch diesen Verein teilen durften.

Es geht schon wieder los…
Die Vorbereitungen für den Spieltag liefen überraschend problemlos. Mag aber auch vielleicht daran liegen, dass wir mittlerweile alle sehr gut mit dem Druck umgehen können, etwas in den letzten Stunden und Minuten zu organisieren. Der Samstagabend wurde noch schnell dafür genutzt die letzten Tapeten zu rollen und den Alkoholpegel über das Wochenende konstant zu halten. Freitagabend wurde nämlich auf ner Soli-Trash-Party ordentlich der ‚Innenminister-Konferenz‘ (IMK) entGEGENgedanct. (Weitere Infos folgen, bis dahin schaut mal unter: http://keinfriedenmitderimk.noblogs.org)
Treffpunkt für die gemeinsame Anreise war dann schließlich am Sonntag um 8:45h am Bahnhof. Diese unsportlichen Zeiten steckt die Crew mittlerweile ungewöhnlich gut weg, sodass auf das Notfallauto, in dem noch drei Plätze für verschlafende Sufftras frei gewesen wären, nicht zurück gegriffen werden musste. Nun ja gut, würde mensch morgens nicht unter chronischer Dyskalkulie leiden, hätten wir durch das Notfallauto auch noch knapp 30€ Zuggeld sparen können. Ob es wirklich Dyskalkulie oder doch wieder eine alkoholbedingte Diplopie war, lässt sich nicht mehr genau rekonstruieren.

Nächster Halt: Auswärts

Angekommen in Quakenbrück wurde erstmal versucht, die erfolgreichen Tramping-Erfahrungen erneut umzusetzen. Jedoch hätte diesmal wohl zufällig ein leerer Kleinbus um die Ecke biegen müssen, um erfolgreich alle Menschen zur Halle zu bringen. Der ‚Fanmarsch‘ durch die Quakenbrücker Metropole war jedoch auch sehr gewinnbringend.
Angekommen bei der Halle, das Team war natürlich schon da, wurde sich erstmal begrüßt und das Auto ausgeladen. Ein Shocker der Sektion Münster wollte noch die Zaunfahne im Klo versenken, hat sich dann aber doch noch umentschieden. Die Spaltung ist nicht mehr weit, treibt es nicht auf die Spitze! Very Happy
Unser Kameramensch und Bierlieferant*in ließen dann noch ein bisschen auf sich warten, schafften es aber pünktlich zum Tip-Off in der Halle zu sein.

Auf eine grün-weiße Saison
Ja diese Saison wird grün-weiß, da habe ich ein sehr gutes Gefühl! Das erste Spiel gegen die Dragon Wheelers eröffneten wir mit einer kleinen Fahnenchoreo. Spielerisch ging es sehr rasant los. Der RSC schien anfangs überrascht und hatte Probleme ins Spiel zu finden. Die Trefferquote ließ sehr zu wünschen übrig und die Defense eröffnete zu große Möglichkeiten für die spielerisch starken Dragons. Fast jeder Angriff auf unser Korb konnte mit zwei Punkten abgeschlossen werden. Zum Ende des zweiten Viertels kam das Team langsam ins Spiel und wurde zunehmend sicherer im Spielaufbau und Abschluss, sodass ein Halbzeitstand von 26:12 positiver zu werten ist, als es sich vielleicht anhören mag.
Zur zweiten Hälfte wurde eine Tapete hochgehalten, welche an die Pogrome am 09. November 1938 gedenkt: „9.11.’38: REMEMBER HISTORY – FIGHT FASCISM!“ In der Zeit vom 7. bis 13. November 1938 wurden etwa 400 jüdische Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben. Die Pogrome markierten den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in der industriellen Vernichtung der europäischen Juden mündete. Auch in der heutigen Zeit ist eine Zunahme antisemitischer Tendenzen immer wieder spürbar. Umso wichtiger scheint es, die Ausmaße von Nation und Rassismus immer wieder aufzuzeigen, sodass der Nationalsozialismus mit seiner antisemitischem Ideologie sich nie wiederhole!

Weiter nun zum Spiel: Die zweite Halbzeit wurde zunehmend dramatischer. Die Unsicherheiten konnten fast komplett abgelegt werden, viele Rebounds wurden gewonnen und Körbe erzielt. Leider konnte der Rückstand der 1. Halbzeit nicht durch die gute Leistung der 2. Halbzeit eingeholt werden, sodass der RSC mit einem Endergebnis von 54:40 den Dragons unterlag. Auf der Tribüne war die Stimmung großartig! Dauerhafter Support mit viel Variation machte Heißhunger auf das nächste Spiel.

„Refugees Welcome“
Nach einer kurzen Erholungspause für unsere Stimmbänder ging es weiter gegen H.S.V. Basketball Groningen. Mit einer neuen „Refugees Welcome“-Fahne und einer Tapete möchten wir uns mit allen Geflüchteten solidarisieren, welche in Deutschland und anderswo ein Bleiberecht fordern. Durch angeordnete rassistische Kontrollen des Senats (SPD) sollen zur Zeit in Hamburg ‚illegale‘ Geflüchtete identifiziert und abgeschoben werden. Aufgrund einer großen Protestbewegung konnten diese Kontrollen teilweise eingeschränkt werden, eine Besserung der Situation ist jedoch (noch) nicht in Sicht. Auch in anderen Städten und Dörfern machen Rassist*innen mobil. In Schneeberg (Sachsen) gingen ca. 2000 Bürger*innen auf einer NPD-Demonstration gegen „Asylbetrüger*innen“ auf die Straße. In Duisburg/Bergheim hetzt der deutsche Mob gegen ein Sinti und Roma Wohnhaus, in Berlin/Hellersdorf gegen ein Flüchtlingsheim.
Wir fordern ein sofortiges Bleiberecht für alle Geflüchteten! Kein Mensch ist illegal!
Geht auf die Straße und stellt euch diesem rassistischem Mob entgegen!
(In der Hallenzecke #6 wird es einen ausführlichen Bericht über die jeweiligen Entwicklungen geben)

Die Ampeln stehen auf Grün
Das zweite Spiel bestritt unser Team gegen H.S.V. Basketball Groningen. Meine Zuversicht auf einen anstehenden Sieg war schon sehr zwiegespalten. Letzte Saison zwei Mal klar gegen Groningen verloren, die zweite Halbzeit gegen Quakenbrück ließ jedoch hoffen. Und so sollte es dann auch los gehen. Das Team hatte sich eingespielt, Groningen wirkte überfordert. Wir auf der Tribüne gaben unser bestes daran mitzuwirken. Der Vorsprung baute sich aus und alle Ampeln wurden auf Grün gestellt. Groningen stabilisierte jedoch zum zweiten Viertel ihre Defense, konnte gut nach vorne agieren und schloss auf knappe 30:29 zur Halbzeit auf.
Welch ein nervenaufreibender Halbzeitstand.
Ab der zweiten Halbzeit konnte der RSC immer sehr knapp vorlegen, spannend blieb es aber bis zum Ende. Unser RSC absolvierte ein rundum überragendes Spiel und kämpfte bis zum Ende für den ersten Sieg der Saison. DANKE!
Auch wenn auf der Tribüne gegen Ende ein bisschen die Luft raus war, war die Stimmung wirklich sehr angenehm. Schönen Dank an dieser Stelle Richtung Sektion Oldendburg für Choreo, Fahnen und Stimmbänder! Schönen Dank an Sektion Münster für… (überleg)… für Nichts! Wink Da ihr als Individuum nicht die Sektion Münster seid, erfährt doch noch jemand von euch Anerkennung: Schönen Dank an den Shocker, der sich um die durstigen Lebern kümmerte.

Ich geh mit dir wohin du willst, auch bis ans Ende dieser Welt!
Beim nächsten Heimspiel sind wir da, singen für dich das ist doch klar!
(23.11.13 – Heimspiel in der Goethe-Ring-Halle)

Eine weitere Auswahl von Fotos findet ihr bei tumblr

We like to party!

(fy) Dieser Spielbericht lässt wohl so lange auf sich warten wie der Abend vor dem Spieltag für einige Shocker_innen lang war, weshalb ich euch diesen auch nicht vorenthalten möchte.

Auf dem Programm stand ein Vengaboys Konzert der Extraklasse!

Große Teile unserer Crew bewegten sich nach einem eskalativem Vortrinken am Abend vorher zu einem unvergesslichen Konzertabend nach Bielefeld bei dem doch allen ernstes Captain Hollywood und die Vengaboys auftreten sollten.
Einige von uns hielten dies wohl für so irreal, dass sie sich bereits vor Abfahrt aufgrund ihrer Nervosität betrinken mussten.
Gedacht, getan! Volltrunken stiegen wir in einen Zug nach Herford um dann in Herford in den nächsten nach Bielefeld zu steigen. Bereits bei der Abfahrt haben die meisten von uns fest damit gerechnet, dass wir niemals in Bielefeld ankommen werden.
Nach der Abfahrt des Zuges sauste ein stark alkoholisierter Shocker auf seinen 80er Jahre Discorollschuhen an mir vorbei der wohl der Massenträgheit zum Opfer gefallen ist. Ein Bier später raste er beim ersten Halt ein zweites Mal an mir vorbei – als der Zug los fuhr dann ein 3. Mal und ich gewöhnte mich ein paar Stationen später an das Vorbeisausen des Sufftras auf seinen sexy Rollschuhen.
Umstieg – Hektik – Alkohol
Nun hieß es schnell sein denn wir mussten diesen Zug verlassen um mit einem total orientierungslosen Mob in den nächsten zu steigen!
Einmal kurz durchgezählt und das nächste Bier auf gemacht flitzte der Rollschuhfahrer auch wieder an einem vorbei und der Zug war in voller Fahrt Richtung Bielefeld.
Nun konnte uns nur noch der Umstieg in die Bielefelder Straßenbahn einen Strich durch die Rechnung machen!
Im Zug begannen irgendwann ein paar Jugendliche Freude an dem laut VEngaboys und RSC Lieder singenden Haufen zu finden und nahmen promt ihre Handys raus um uns zu Filmen, was von uns nicht gern gesehen wurde und so verschwanden die Handy dann auch wieder.

In Bielefeld angekommen wurde es nun immer schwerer den Mob in die richtige Richtung zu lenken. Es zeigte sich jedoch schnell der geschulte Umgang mit Betrunkenen weshalb wir nach einigen schrägen Blicken auf unsere Verkleidungen schon in der Straßenbahn saßen.
Nächster Halt Ringlockschuppen!
Es war volbracht! So wie Moses sich durch Meer bewegt hat bewegten wir uns mit einigen Ausfallschritten Richtung Eingang des Ringlockschuppens und standen auch schon ein paar Augenblicke später vor der Bühne.
Hier verschwimmen dann meine Erinnerungen. Ich kann mich lediglich an das Rap-Battle zwischen Captain Hollywood und Mola Adebisi (Moderator des Abends), an den Beginn des Vengaboys Konzerts und an eine Pizza, die ich im Ringlockschuppen gegessen habe, erinnern.
Meine nächste Erinnerung besteht aus einem unbequemen Aufwachen auf einer Bank, wo ich einen Menschen der Sektion Münster im Blick hatte, der sich mit einem Security nicht besonders gut verstand und ihm den Mittelfinger zeigte.
Nachdem wir bloß einmal in den falschen Zug gestiegen sind waren wir schon wieder in Osnabrück. Mein Körper schrie noch nie so laut nach Ruhe wie in diesem Moment. Ich vermute, dass er sich bei meiner geistigen Abwesenheit so dermaßen zu den Vengaboys ausgetobt hatte und nun überhaupt nicht mehr konnte.
Ich tat das Beste, was ich nur hätte machen können und ich ignorierte ihn, da von nun an der RSC im Fokus stand! Dieser Spieltag konnte nicht ohne mich über die Tribüne gehen weshalb wir schon wieder im Zug saßen. Nur dieses mal nach Quakenbrück um den Hot Dogs Ostfriesland und den Artland Schnappis ein trauriges Saisonende zu bescheren.
An der Halle in Brück an der Quake angekommen brachten wir ein Schild am Eingang für die Teams mit der Aufschrift „Wir müssen Leider draußen bleiben“ an, welches nebenbei noch ein originalgetreues Bild der Hot Dogs zeigte.

Wenig später begannen wir mit dem anbringen unserer Dekoration. Zusätzlich wurde ein Spruchband „Ich mag Drachen“ angebracht worauf ein Fan der Echsen mit einem fragenden „am liebsten gebraten?“ folgte.
Fast richtig, denn dem folgte kurz vor Spielbeginn ein „ich könnte nur keinen Ganzen essen“.
Sichtlich eingeschüchtert lagen die Drachen nach dem ersten Viertel mit einem Punkt zurück (wenn ich mich da richtig erinnere).
Nicht nur auf dem Spielfeld ging es voran, sondern auch auf der Tribüne, was zur sichtlichen Verwunderung derjenigen geschah, welche dem Konzert am Vorabend fern geblieben waren, denn der Support ließ sich durchaus sehen und vor allem hören.
Zur zweiten Hälfte des Spiels wurde erneut eine Tapete, dieses mal mit den Worten „Drachen die bellen beißen nicht“ präsentiert. Wo ich mich gerade frage… Als erstes haben wir gegen die Drachen gespielt und dann gegen die Hunde. Warum haben wir bitteschön „Drachen die bellen beißen nicht“ und nicht „Hunde die bellen beißen nicht“ gemacht? Hmm… war wohl Verwirrungstaktik.

Leider ging diese Art der taktischen Mittel nicht auf, denn unser Team verlor das Spiel an dessen Endergebnis ich mich leider nicht erinnern kann. Liegt wohl an dem vorigen Abend, den wir da durchlebt haben und an meinem schlechten Gedächtnis…
Aber wie dem auch sei. Der Spieltag geht weiter und nun waren die Hot Dogs Ostfriesland an der Reihe. Passend zum Spiel wurde das „Ich mag Drachen – Ich könnte nur keinen Ganzen essen“ mit „Ich mag Hunde – am liebsten an der Leine“ ausgetauscht.
Wenige Minuten vor Spielbeginn wurde dann auf den 1000 Kreuze Entenmarsch von einigen Fundamentalist_innen in Münster aufmerksam gemacht.
Drei Spruchbänder mit der Aufschrift „Zum Teufel mit den Fundamentalist_innen – 09.03.: 1000 Kreuze in Münster“ wurden in die Höhe gehalten. Auf dass diesen tausende Jahre zurückgebliebenen Idioten der Tag so schwer wie möglich gemacht wurde…

Hier war es also. Das letzte Spiel der Saison lag vor uns und allen war klar jetzt noch einmal alles zu geben.
An die Ergebnisse kann ich mich nicht mehr erinnern aber ich habe es als ein sehr spannendes Spiel im Kopf behalten. Besonders die Stimmung war unfassbar gut und der Vorabend schien wie weggeblasen. Wir sangen unser Team nach vorne, welches trotz eines guten Spiels den Hot Dogs unterlag.
Eine sieglose Saison mit vielen schönen, lustigen und unvergesslichen Momenten war nun vorüber gegangen.

Kurz bevor wir traurig über das Ende der Saison nach Hause fuhren, wurde noch ein Foto mit dem Team und einer Tapete „Greetings to Senegal“ geschossen. Dies sollte an ein senegalesisches Rollstuhlbasketball Team geschickt werden, worüber HIER hier mehr zu lesen ist.

Nachdem wir im hoch offiziellen Shuttle zum Bahnhof gebracht wurden setzten wir uns in den Zug und es ging nach Hause.

Die nächste Saison kann kommen!

Pagebearbeitung

Wir sind gerade ein bisschen am überarbeiten:

Hier findet ihr ab sofort unseren Fotoblog bei tumblr.com
Hier gibt es ein paar Neuigkeiten zu „Rollis für Afrika e.V.“

Unsere Passion heißt RSC!


Nach reichlich Erholung sind wir wieder am Start.
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Nun steht das erste Spiel des RSC vor der Tür und wir vor einem neuen Abschnitt unserer noch kurzen Shocker-Geschichte – Wir werden ab sofort das zweite Team des Clubs unterstützen.

Den Wechsel vom dritten zum zweiten Team ist für uns keine Entscheidung weil wir plötzlich keine Lust mehr auf Spiele im unteren Liganiveau haben, sondern das Ergebnis einer intransparenten Vereinspolitik des Clubs. Durch Zufall haben wir vor einigen Monaten erfahren, dass das dritte Team für die kommende Saison nicht mehr gemeldet werden soll. Die Öffentlichkeit wurde darüber nicht informiert und verirrte sich in wilde Spekulationen. Wir haben kurz nach dem Bekanntwerden der Gerüchte eine Mail an den Vorstand geschrieben mit der Bitte um Stellungnahme (siehe unten). Leider hat der Verein es wieder versäumt seinen Anhang in Vereinsentwicklungen einzubinden und hat weiter geschwiegen. Auch viele Spieler_innen wussten nicht wie ihnen geschieht und wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Einige von ihnen sind inzwischen zu anderen Vereinen abgewandert oder haben den Kopf in den Sand gesteckt und haben sich sportlich zurückgezogen. Das Argument, das dritte Team sei zu teuer und nicht mehr tragbar, sehen wir nach wie vor als vorgeschoben an. Sollten wirklich finanzielle Aspekte zu der Entscheidung geführt haben, verstehen wir nicht, weshalb auf unser Angebot der finanziellen Unterstützung des Teams, nicht eingegangen wurde. Vielmehr vermuten wir, und uns bleibt durch fehlende Kommunikation nichts anderes übrig, dass entweder unser Support der Dritten unerwünscht oder andere vereinspolitische Interessen, Gründe für den Rückzug waren. Seit Jahren versucht der RSC an die großen Erfolge, wie der Meisterschaft von 1997, anzuknüpfen. Die Gelder und Finanzschwerpunkte werden und wurden in die Spieler- und Trainer Entschädigungen des ersten Teams gesteckt mit dem Ergebnis, dass nun anscheinend ein Team dafür bluten muss. Wir verstehen nicht, warum der RSC nicht zu seinen Wurzeln zurückkehrt und Sport für alle Rollstuhlfahrer_inen anbietet ohne Ansicht ihrer sportlichen Erfolge.

Wir wünschen allen abgewanderten Spieler_innen viel Erfolg bei anderen Vereinen und auch persönlich: Alles Gute – Wir werden Euch vermissen!

Eins, zwei oder drei? Ob du wirklich richtig stehst….
Ein Blick in die Zukunft lässt verraten, dass wir in der anlaufenden Saison das zweite Team des Clubs unterstützen werden. Für uns ist es egal welche Nummerierung ein Team hat, entscheidend ist der Sport, entscheidend sind die Farben und diese sind grün-weiß! Wir freuen uns auf einen ersten Spieltag und wir freuen uns darauf neue Vereine und Sportstätten kennenzulernen. Und wir freuen uns darauf, dass es endlich (!) wieder losgeht.

Tot ziens in Groningen!
Egal ob Zweite oder Dritte – Gemeinsam für den RSC!

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Hallo,

heute wenden wir uns wieder mit einem Brief an euch und verzichten hier einfach mal auf die formelle Anrede. Wir hoffen, dass ist für euch in Ordnung.

Am Rande des letzten Spieltages in Melle am 31.03. wurden wir darüber informiert, dass zur neuen Spielzeit kein drittes Team des RSC Osnabrück gemeldet werden würde. Das ist in erster Linie bedauerlich, aber wenn kein Interesse vorhanden ist, nachvollziehbar. Im Nachgang wurde uns dann allerdings zugetragen, dass es vor allem finanziell nicht möglich/gewollt wäre, ein drittes Team zu melden. Die Riot Shocker Crew hat sich damals primär gegründet um das dritte Team zu unterstützen und sieht nun auf Grund des letzten Aspektes einen gewissen Gesprächsbedarf.

Wir sehen in unseren Aktivitäten rund um die Riot Shocker Crew den Versuch, den RSC Osnabrück sowie den generellen Rollstuhlbasketball bekannter zu machen und hier als Bühne für diese Randsportart zu fungieren. Die unterschiedlichen Resonanzen zeigen uns hierbei deutlich auf, dass dieser Versuch oft genug Erfolg hat. Es sollte jede Möglichkeit genutzt werden, diese eh schon unpopuläre Sportart zu erhalten. Nicht um der Sportart willen, sondern hauptsächlich für die Sportler_innen, gibt es doch für diese teilweise kaum andere Alternativen, sich sportlich zu betätigen.

Es ist gemeinhin so, dass es beim Ausüben einer Sportart auch um Leistung geht. Der sportliche Erfolg ist meist eng gekoppelt an den Wohlfühlfaktor jeder/s Beteiligten. Doch auch wenn der Erfolg im Vordergrund steht, dürfen wir die menschliche Komponente im Sport nicht in den Hintergrund geraten lassen. Sport soll auch Spaß machen und in gewissem Maße befreiend wirken. Wenn also ein Interesse an einem weiteren Team besteht, gerade wenn dieses auf einem niedrigen Niveau spielt, sollte es um die menschlichen Bedürfnisse gehen und nicht um den Erfolg, oder die Vermarktungsmöglichkeiten. Die Fahrtkosten eines unterklassigen Teams sind verhältnismäßig gering, die Sponsoringeinnahmen allerdings auch. Doch genau hier hat das dritte Team des RSC Osnabrück einen bedeutenden Vorteil. Durch die Unterstützung der Riot Shocker Crew ist das Interesse an diesem Team auch über den Verein hinaus vorhanden. Hier nicht wenigstens den Versuch zu starten, in Osnabrück drei Rollstuhlbasketballteams melden zu können, erscheint uns falsch.

Wir sind kreativ und wir sind viele. Wir möchten uns mit euch über finanzielle Konzepte austauschen und die Möglichkeit nutzen, ein deutliches Zeichen zu setzen.

Ein deutliches Zeichen für den RSC Osnabrück!
Ein deutliches Zeichen für den Rollstuhlbasketball!
Aber vor allem ein deutliches Zeichen für die Menschen, die den Rollstuhlbasketball brauchen!

Wir freuen uns, auf eure Antwort und verbleiben wissbegierig und tatenhungrig,
eure nimmermüden Shocker_innen

Spielbericht Heimspieltag am 27.11.2011

(fy) Der Wecker klingelt:“… Puh… Gestern war anstrengend! Was passiert hier?“ Dies war vermutlich der erste Gedankengang aller Shocker_innen! Doch sobald kurz drüber nachgedacht wurde, warum mensch sich den Wecker an einem Sonntag auf eine so unmenschliche Zeit gestellt hatte kam es…: „Der RSC spielt heute in der Stadt!!! Das muss gefeiert werden!!!“.

Nachdem dann die, in feinster Kleinarbeit vorbereiteten Utensilien, abgeholt wurden und ein paar der fehlenden Sufftras per Telefon aus dem Bett geklingelt wurden konnte es losgehen. Auf zur Goethe Ring Arena!

Was den Hinweg angeht hätte ich nicht von mir gedacht, dass mein Bauch so dermaßen kribbeln kann. Ich war Nervös! Und das nicht zu knapp. Zum ersten mal ein Derby gegen Melle seit dem Turnier im Sommer 2010. Nur vorher noch kurz Rahden aus der Halle fegen.

Als wir dann endlich angekommen waren trauten wir unseren Augen kaum. Sogar die Langschläfer von der Sektion Münster haben es zeitig zur Halle geschafft und kaum zu glauben… Sogar mit einer Kiste Bier als Wiedergutmachung wegen des Fauxpas beim letzten Spiel gegen Rahden. Da haben die Trottel nämlich gleich um ein paar Stunden verpennt… Nachdem dann zum wiederholten Male unser Vorbildsufftra aus dem Bett geklingelt wurde konnte es mit dem Aufhängen unseres Zaun und Wandschmuckes beginnen. Als hätte der eben noch erwähnte Sufftra es geahnt, kam er nach getaner Arbeit und zu Beginn des Spiels angetapert und konnte direkt mit dem Support loslegen.

Das Spiel begann mit dem Präsentieren eines flotten Spruchbandes und lautem Support aus Richtung Tribüne. Nach einer bahnbrechender ersten Hälfte konnten wir zur Pause einen Spielstand von sagenhaften 22:4 feiern. Dies muss wohl an den neuen Gesängen gelegen haben, die Tage zuvor im stillen-dröhnenden Kämmerchen geprobt wurden. Oder einfach nur an der spielerischen Leistung des Teams. Möglicherweise resultierte die unglaubliche Trefferquote auch aus einer satten Mischung aus Beidem. Brachialer Gesang und basketballerisches Können seitens unserer 3.

Am Ende des überragenden Spiels konnten wir dann gut mit einem Sieg von 50:12 in die Wartezeit auf das 2. Spiel gehen.

Diese Pause sollte allerdings nicht ungenutzt bleiben. Schnell wurde bemerkt, dass es essenziell ist für Nachschub zu sorgen! JA… unsere Bierreserven neigten sich dem Ende!

Es machte sich also direkt ein Mensch der Truppe auf den Weg ins ungewisse. Verschollen blieb er glücklicherweise nicht sondern brachte gleich 10 Bier mit… NUR 10… Welche natürlich nicht einmal die ewig lange Pause überbrücken konnten. Also war es nun Auftrag irgendjemanden der Sufftras davon zu überzeugen mehr vom dem edlen Saft besorgen zu gehen, welches dann auch 2 Überredungskünstler_innen gelungen ist.

Auch ist es zu betonen, dass während der nie endenden Pause ein Mensch aus der Nachbarschaft zu uns gestoßen ist, der die Gesänge selbst ein paar Häuser weiter noch laut und deutlich hören konnte. An dieser Stelle also nochmal fetten Respekt an die Gesänge des 1. Spiels.

Endlich war es soweit. Der Nachschub ist eingetroffen und das 2. Spiel gegen Melle konnte beginnen. Nun sogar mit ein Paar nachgereisten Fans, die sich einen Heimspieltag nicht nehmen lassen wollten.

Eine Tapete mit der schönen Aufschrift „Wir sind nicht zu stoppen, der Castor schon“ wurde in die Höhe gehalten und der altbekannte Lärm, den die Riot Shocker Crew von sich gab, begann erneut. Nur dieses mal deutlich angeschlagener als beim ersten Spiel. Nichts desto Trotz brüllten wir uns die Kehle aus dem Leib.

Melle begann mit einem guten ersten Viertel dem sich der RSC aber vorerst nicht geschlagen geben wollte. Tragischer Weise konnte das Team den Vorsprung nicht ganz einholen und beendete die erste Hälfte mit einem Punktestand von 20:24 für Melle.

Sowohl auf dem Spielfeld als auch auf der Tribüne wurden die Grenzen erreicht und so gingen alle erschöpft in die 2. Hälfte. Diese zog sich viel zu lange hin und es machte sich bemerkbar, dass die Kräfte schwinden. Dennoch hielten einige der Sufftras ihre Fahne in den Wind und holten alles aus sich raus. Was wohl leider nicht genug war, denn am Ende wurde das Spiel mit 36:56 für Melle entschieden. Dass das Gewinnerteam des letzten Spiels gemogelt hat wollen wir hier mal nicht weiter ausführen. Schließlich könnte der Verdacht aufkommen wir seien schlechte Verlierer_innen! Aber diese Melleraner_innen….

Nach den beiden emotionsgeladenen Spielen an diesem schönen Sonntag ging die Chaostruppe voller Vorfreude auf das nächste Heimspiel mit einem Grinsen im Gesicht nach Hause. Der Weg sollte jedoch nicht ganz ungefährlich sein, da unser bereits mehrfach erwähnter Vorbildsufftra sich auf unerklärlicher Weise eine Zerrung im Fußgelenk zuzog. Selber Schuld würd ich sagen!

Zum Schluss nochmal ein Dankeschön an die Leser_innen der Hallenzecke und Beileid an den Menschen, dem Fußball dann doch wichtiger war. Er wurde jedoch per SMS ständig auf dem Laufenden gehalten und zeigte uns durch seine Antworten, dass er im Herzen doch bei uns gewesen ist…

Forza RSC

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