Archiv der Kategorie 'Saison 2011/12'

Samba RSC!

(sp) Machen wir uns nichts vor. An dieser Stelle folgen eine weitere Glorifizierung unseres Teams und die Auslassungen über eine Riot Shocker Crew, die sich nicht einmal mehr selbst überschätzen kann. Doch heute soll hier auch die Schilderung der Realität nicht zu kurz kommen, da die aufgeführten Erzählungen sonst teils alkoholgeschwängert sind. Aus diesem Grund fand im Entstehungsprozess dieses Beitrags ein reger Austausch mit weiteren Mitreisenden statt und stellvertretend werden hier die Eindrücke von (fy) mitberücksichtigt. Nun mag sich die Realität für jeden anders darstellen. Dass unsere hierbei grün-weiß ist, muss wohl nicht näher erläutert werden. Auch aus unserer Sicht stellte der Spieltag in Melle einen extrem schwierigen dar. So wartete neben dem Gastteam auch der Tabellenzweite aus Nordhorn auf seine Niederlage. Nur zu offensichtlich, dass sich der RSC Osnabrück richtig reinhängen musste, um aus Melle Punkte entführen zu können. Das erste Derby in Melle wurde entsprechend von der Crew erwartet, mit jedem Tag des Heranrückens dezimierte sich allerdings auch die Anzahl der aktiven Reisenden. Durch Revolutionen, Lohnarbeit und Faulheit verhindert konnten am Samstagmorgen lediglich zwei Autos gefüllt werden. Die Prämisse war dennoch klar – den RSC Osnabrück feiern. Bis zum Ende! (fy: Ich fand es wirklich etwas schade, dass wir so wenig waren)

In Melle wartete dann aber das erste Gesicht, welches bislang noch nicht in der Kurve gesehen wurde und so ging es zuversichtlich in die Halle. Der Gastgeber bereits an dieser Stelle mit hinterhältigen psychologischen Tricks. Beim Betreten der Halle fällt am Cafeteria-Verkaufsstand eine Kiste Bier ins Auge. Sind wir bei unserem letzten Heimspiel noch darauf angesprochen worden, dass wir doch Fremdgetränke vermeiden sollten, uns aber eben kein Bier am Verkaufsstand dargeboten wurde, stand uns in Melle scheinbar eine hervorragende Versorgung bevor. Zwar war der Spieltag dieses Mal auf einem Samstag, der sich meist verkaufsoffener präsentiert, als der gewöhnliche Sonntag, terminiert, trotzdem konnte die Riot Shocker Crew nur auf einen überschaubaren Biervorrat blicken. Sollte irgendwann mal angedacht werden, im Vorfeld eines Spieles noch Bier zu kaufen, müsste das Zusammentreffen wahrscheinlich weitere zwei Stunden nach vorne verlegt werden, damit jeder aus der Crew bewerkstelligen kann, passend zu erscheinen. Die spontane Freude, die von Melle wahrscheinlich genauso einkalkuliert war, erfuhr allerdings einen herben Dämpfer, als sich in der Bierkiste lediglich Bierlimonade offenbarte. Als wenn ein solcher Rückschlag nicht schon schwer genug zu verkraften ist, wurden wir beim Betreten der Halle direkt darauf aufmerksam gemacht, dass es zu Unterlassen sei, Alkohol in der Halle zu verköstigen. Feindbild Spaß ist einfach zu weit verbreitet…

Das erste Spiel gegen den Tabellenführer Melle ging dann relativ unspektakulär mit 72:22 verloren. Melle zeigte klar auf, warum sie derzeit eine Ausnahmestellung in der Liga innehaben und die Niederlage ging auch in dieser Höhe in Ordnung. Das taktische Konzept von Melle ließ dem RSC Osnabrück hierbei nur im ersten Viertel eine wirkliche Chance. Anschließend versuchte es der RSC Osnabrück zwar, aber viel mehr wollte einfach nicht gelingen. Es muss jedoch die Frage gestattet sein, ob eine Taktik die zeitweise lediglich durch das Blocken bestimmter Spieler_innen geprägt ist, wirklich gewinnbringend ist. Wenn beobachtet werden muss, wie die geblockten Spieler_innen mehr und mehr die Lust am Spiel verlieren, find ich das persönlich sehr schade. Den Wettkampfsgedanken auszublenden fällt als Teil der Crew sicher leichter, da sich zu wenig Kontrahenten im Besingen des eigenen Teams stellen, aber es wäre Melle auch zuzutrauen gewesen, gegen den RSC Osnabrück ohne das Ausreizen dieser Taktik zu bestehen.

Sektion Münster Fail #2

Die Stimmung schwankte zwischen „Früher-Samstag-Morgen“ und brachialer Stimmgewalt und zog weitere Besucher an. (fy: Das war so gut, dass die alle gekommen sind) Unser Spross ist ein weiteres Mal aufgegangen und resultierte in einer aktiven Teilnahme befreundeter Menschen, denen der Weg ins entfernte Melle nicht zu weit war. Auch die Pünktlichkeit betreffend zeigte sich hier ein hervorragendes Verständnis für die Mechanismen der Riot Shocker Crew und so ist das Ausrufen der ein oder anderen weiteren Sektion wohl nur noch eine Frage der Zeit. Selbst wenn die Sektion Münster Fahne den Großteil der Spieltage verkehrt herum oder halb hängt, könnte es also zukünftig noch aufwändiger werden, all den Wand- und Tribünenschmuck anzubringen. Wie gut, dass das Wegsaufen unserer Kreativität noch keine alarmierenden Ausmaße angenommen hat, denn so wurde kurzerhand Wandschmuck zur Fahne umfunktioniert und sorgte im Folgenden für einiges an Wirbel. (fy: Die Schwenkfahne war so geil)

Melle

Während sich gerade noch über Taktik ausgekotzt wurde, war sich die Riot Shocker Crew ihrerseits bewusst, dass Melle sich als Spielgegner auf die Riot Shocker Crew vorbereitet hatte. Doch auch, wenn das eigene Team oft genug angebrüllt wird, schlägt sich hier noch nicht die Sprengkraft des Freiwurfchants der Riot Shocker Crew, ohne Melodie und Text, bestehend aus Lärm und Dissonanzen, nieder. Der Tabellenstand und auch das Ergebnis geben über die Freiwurfausbeute nämlich keine Auskunft. Bei einem Verhältnis von 11% (Melle) zu 100% (RSC Osnabrück) können wir getrost von einem Teilsieg sprechen. Was war da los Melle? Kein Bock gehabt, dass deutlicher ausfallen zu lassen? Oder doch nur irritiert, weil bei vergebenen Versuchen frenetischer Applaus ausbrach und ihr das ja von euren Fans nicht kennt?

Während in anderen Fankulturen bisweilen Platzstürme als adäquates Mittel gesehen werden, agiert die Riot Shocker Crew im konsequenten Gegensatz und ließ Melle als Schauplatz Zeuge eines Hallenausbruchs werden. Kaum ertönte der Schlusspfiff, war die Riot Shocker Crew Hals über Bier nach draußen aufgebrochen um die kostbaren Minuten als solche wahrzunehmen und der Alkoholabstinenz rechtzeitig Einhalt zu gebieten. Fünf Schlücke oder auch drei Bier später fanden wir uns dann wieder vollzählig auf der Tribüne ein um im letzten Spiel den RSC Osnabrück gegen Nordhorn zu unterstützen. Nicht wenige sahen dabei Nordhorn als Favoriten, den RSC Osnabrück aber mit realistischen Chancen. Es musste sich erst zeigen, wie gut der RSC Osnabrück das erste Spiel weggesteckt hatte.

Im Mikrokosmus Riot Shocker Crew werden sich auch in der spielfreien Zeit diverse Gedanken um den RSC Osnabrück, das Team und die Spiele an sich gemacht. So kam es dann, dass schnell der Ablauf der vorbereiteten Choreografien präzisiert wurde und dazu führte, dass die Crew mit Partyhüten die geplante Choreografie abbrach und auf das Ende des Spiels verschob um einer weiteren Choreografie den Vorzug zu gewähren. Nur kurz erwähnt um die Funktion von (fy) nicht überflüssig erscheinen zu lassen. Also… (fy: Das war so gut, dass wir die Choreo verschoben haben)

Siege für uns - Magischer RSC!

Das Spiel gegen Nordhorn konnte somit planmäßig mit Choreografie und „Aux Armes“ begonnen werden. Vom Start weg zeigten beide Teams eine kämpferische Leistung und schenkten sich nichts. Hier und da mal einen Freiwurf, der aber auf beiden Seiten größtenteils vergeben wurde und dadurch auch keine wirkliche Spielrelevanz hat. Ganz anders als das dritte Viertel. Zur Halbzeit führt der RSC Osnabrück denkbar knapp mit 14:15. Der Support musste nach der Halbzeit noch mehr intensiviert werden um hier nichts anbrennen zu lassen. Die Menschen auf der Trainerbank besonnen sich ihrer Riot Shocker Crew Blutkörperchen und Körperteile sowie Wortgebilde flogen nur so durch die Gegend. Der Schweiß lief in Strömen, doch es ging nur noch darum, alles zu geben. Auf der Tribüne genauso wie auf dem Spielfeld. In einer perfekten Symbiose gegenseitigen Aufpushens ließ der RSC Osnabrück im dritten Viertel keinen Korb für Nordhorn zu und erhöhte selbst um weitere zwölf Zähler, so dass es nach dem dritten Viertel vorentscheidend 14:27 stand. Das Endergebnis (23:31) ging in Freude und Ausgelassenheit unter. Grandioses Spiel, grandiose Stimmung, grandiose Leistung jedes/r Einzelnen. (fy: Ich glaube, das war das beste Spiel bisher. Das hat so Bock gemacht)

Neben der Feierei wurde die nächste Choreografie vorbereitet und wie gut das nun passen sollte. Ging es doch tatsächlich um eine weitere Feier. Unser Spieler Rene hatte einen Tag zuvor Geburtstag und bekam nun von der Riot Shocker Crew einige, durch viel Konfetti begleitete, Ständchen. (fy: Das war so gut, dass wir die Choreo verschoben haben) ((fy) sagte es halt öfter)

Melle 2

Es wurde noch etwas das Team gefeiert und anschließend begann der Aufbruch. Mit dem mitgebrachten Besen wurde das Schlachtfeld gereinigt und sich beim üblichen Posieren verabschiedet. Sonst glaubt einem Muttern ja wieder nicht, dass mensch tatsächlich schon Samstagmorgens unterwegs war und den Vormittag nicht verkatert im Bett verbracht hat.

Posen in Melle

Es wurde noch ein kleines Häuschen in unmittelbarer Nähe der Halle von der Riot Shocker Crew erobert und dann verließen wir den Austragungsort Ficken. Pardon, Eicken bei Melle.

Conquer Melle

Conquer Melle #2

Nun ist der nächste Spieltag tatsächlich in unmittelbarer Nähe und die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Bringt euch ein und gestaltet den Spieltag in Rahden mit!

(fy) – Noch ein Resümee? (fy: Ich glaube, Rene hat sich wirklich gefreut)

Ja, dass bleibt zu hoffen. So wie wir auch hoffen, dass der Rest des Teams einen angenehmen Tag genießen konnte. Für uns war er das und es dürstet uns nach der Fortsetzung.

12.02.2012 – Auswärtssiege in …dreimal dürft ihr rahden

Die Bilder vom Spieltag gibt es hier

SV Ficken

Ach watt, der RSC…

(Aa) Sonntag der 15.01.2012 – Ich stehe am Eingang der Bastione di Goethe-Ring. 30-40 Menschen brechen auf zur Tribüne um wieder einmal den RSC lautstark und kreativ zu supporten. Aus den Lautsprechern der Tribünenanlage erschallt „Auf Kurs“ von den „Bad Nenndorf Boys“. Schaue mich um: Ich fühle mich wohl. Ich fühle mich geborgen. Mein Herz schlägt seelenruhig!

„Dröhn‘ dröhn‘ dröhn“ mein Herzschlag nimmt urplötzlich die Taktgeschwindigkeit von „Rage Against The Machine“ an. Ja der gute alte Wecker und die ständige Realität die einen wieder einholt – zum Kotzen. Es ist wirklich 06:10 in der Früh. Ich muss arbeiten. Und das auf einem Spieltag vom RSC. Während mein Kopf versucht meine alltägliche, morgendliche Synapsenkirmes wieder in Ordnung zu bringen, stimme ich schon unter der Dusche das erste RSC-Lied an und fantasiere von einem noch nie dagewesenem Menschenpotenial beim heutigen Spieltag. Immerhin ist ja Heimspiel! Genial. Drei Stunden geschlafen und der RSC schafft es, dass ich mich topfit fühle. Warum kann Schule so was nicht?

Nach vier Stunden energiegeladener Arbeit beginne ich Freizeit, mit eben dieser oft nicht gern gesehenen Alltagspflicht, zu verbinden. Natürlich mach ich meinen Nebenjob auch sonst echt gerne, aber Arbeit in Verbindung mit dem RSC?! Ja ich weiß, da ist Arbeit wohl einfach das falsche Wort! Eher, „Kapitalistische Grundversorgung für Freizeitbeschäftigung!“.

Wie ich sehen durfte wurde die neue Hallenzecke schon ordentlich an Autos und Menschen verteilt. Die Riot Shocker Crew ist wohl schon da. Als ich dann endlich die Halle betreten will, sehe ich die Sektion Münster und die neue Sektion Vechta um die Ecke kommen. Mensch begrüßt sich freundlich mit einem netten und lautem:“Ey ihr Vollidioten!“ und stiefelt zum Fahrstuhl um die anderen Shocker_innen in der Kurve zu begrüßen.

Dreimal dürft ihr rahden... ach, lassen wir das

Als ich dort eintrefe sehe ich zwar leider keine 30-40 Menschen, die Menschen denen ich dort begegne, sehen diese eventuell aufgrund einer Diplopie. (Die Diplopie ist kein rein krankheitliches Aufkommen, es kann auch durch übermäßigem Alkoholkonsum und/oder zu wenig Schlaf ausgelöst werden) Heißt salopp gesagt: Eine Alkoholleiche steht neben der anderen. Ich hoffe, dass das trotzdem noch ordentlich Stimmung gibt!
Durch eine am Anfang eher „nüchterne“ Stimmung bestätigt sich mein Ersteindruck. Die dritte Mannschaft hingegen zeigt unten auf dem Platz ihre zahlreichen Fähigkeiten und zeigt Rahden ihre Schwächen auf. Nach dem zögerlichem Warmwerden der Shocker_innen heizt die Crew mittlerweile der Bastione di Goethe-Ring ordentlich ein. Mit einem Halbzeitpausenstand von 18:0 gehen die meisten gemütlich eine (sportliche) Zigarette rauchen. So allmählich verschmälern sich sogar die einen oder anderen Augenringe und die zweite Halbzeit ist im Gange. Ach was würde ich doch gerne ebenfalls das erste Bier genießen. Der eigentlich schon verdrängte Gedanke, dass ich noch am Arbeiten bin, tritt kurz wieder in Erscheinung…

Der RSC Osnabrück bemerkt schon schnell, dass gegen Rahden wohl eh gewonnen wird und schraubt die Geschwindigkeit runter.
Nach einer wirklich starken ersten Partie des Teams, schicken sie sich und uns mit einem Endspielstand von 38:4 in die große Pause.

Ich beende mein heutiges Arbeitsverhältnis und gehe schnell wieder zurück zur Halle. Schließlich wartet dort das zweite Spiel auf uns. RSC gegen Nordhorn. In der Pause wurde der ein oder andere Schabernack getrieben. An dieser Stelle freu ich mich, dass ich wieder ein Handy habe. So konnte ich mir einige neue Freunde machen und „really attention“ auf mich ziehen :)

Die Baskets Rahden unterlagen derweil Nordhorn mit 8:38. Die „Langweilig!“-Tapete erörtert den Spielverlauf!
Ich überspringe jetzt mal so einige kleine und nette Geschichten oder das schöne Wetter: RSC!7

Langeweile

14:45, Anpfiff des letzten Spieles. Alle augenscheinlich unglaublich fertig und kaputt und von irgendwelcher Motivation ist kurz vor dem Spiel nicht mehr viel zu spüren. Unser Lachflash beginnt und die zehntausende grünen und weißen Luftballons dunkeln die Halle ab. Naja leider nicht ganz, aber wir haben es versucht :)

Hier kommt der Witz: Nordhorn!

Was ich ab dann erleben durfte war aber einfach nur schön. 30-40 Menschen? Wer braucht schon so viele? Geborgenheit, da ist sie wieder. Und diesmal träume ich nicht! Und wenn dann hätte ich wohl beim ersten Freiwurf für Nordhorn aufwachen müssen. Die wohl erste Spielunterbrechung durch Support – ein Hoch auf die Luftballons! Durch die Verwirrung konnte dann auch nur ein Freiwurf verwandelt werden.

Der RSC Osnabrück gab unten auf dem Feld wirklich alles. Bis in die letzten Minuten waren die Begeisterung am Sport und die Motivation des Teams zu gewinnen fesselnd. Nach einem Halbzeitstand von 7:22 für die Gäste, war auf jeden Fall noch einiges drin. In der zweiten Hälfte wurde viel von unserem RSC abverlangt. Die Kräfte schwanden und die starke Defensive der Nordhorner_Innen hielt stand. Diese ist ja auch in anderen Gebieten nicht zu schlagen, aber schön das der RSC unseren Gästen aus Nordhorn einen Platz in der warmen (!) Halle anbietet. Mit einem Endstand von 14:39 mussten wir uns dann schließlich geschlagen geben.

Müll

Durch Choreo und anderswirkende Gravitationskraft auf Bierflaschen bei RSC-Spielen sah die Kurve schon recht zerlegt aus. Aber wir halten uns nun mal an unsere Gesänge: „Wir sind hier um die Halle zu zerlegen, wir sind die Riot Shocker Crew auf jeden!“

Oh bei dem Gesang brennt es mir schon jetzt unter den Fingernägeln, denn nicht umsonst reimt sich Melle so gut auf Halle! :)

Das Gedisse gegen im bettliegende Sufftras lasse ich mal extra außen vor. Der Text beschreibt ganz gut was offensichtlich verpasst wurde…

Bis zum nächsten Mal!

FORZA RSC!

04.02: Auswärtssiege in Melle!

Winterpause selber machen

(sp) Seit dem 11.12.2011 ist somit auch offiziell Winterpause, der RSC Osnabrück kann ja bereits seit dem 27.11.2011 die Kräfte neu sortieren.

Doch wie das so ist, halten sich nicht immer alle an die Spielregeln. Besonders gewieft tut sich dabei immer wieder ein Verein hervor, dem es scheinbar ein ums andere Mal darum geht in diversen Verlautbarungen der Riot Shocker Crew aufzutauchen. Ist das aber ein Wunder, wenn selbst keine Internetpräsenz zur Hand ist? (Zumindest war es mir in meiner mir gegebenen Zeit nicht möglich, mich noch weiter durch das Internet zu suchen. Und das ist ja schon mal kein guter Ansatz für eine Internetpräsenz.)

Wer will schon nach Nordhorn?

Vielleicht hat unser Transparent des ersten Spieltages, Wer will schon nach Nordhorn, auch andere Vereine zum Nachdenken gebracht und die Rollibaskets Nordhorn mussten den dritten Spieltag der Saison 2011/2012 absagen, da keine Teams gekommen waren. Oder es war aussichtslos, das selbstverhängte Alkoholverbot bei den erwarteten Zuschauermeuten durchgesetzt zu bekommen. Eventuell wurde auch bemerkt, dass die Halle gar keine Tribüne hat und somit eigentlich gar keine geeignete Spielstätte ist. Aber wahrscheinlich ist nur einmal mehr die Heizung defekt.

Und so bleibt auch in der Saison 2011/2012 alles beim Alten. Baskets Rahden mit einer merkwürdigen Auffassung von einem kompletten Team (die haben mehr Punkte als das Sams), Rollibaskets Nordhorn mit ihrer „Möchtegern-Halle“-Hütte und der RSC Osnabrück rockt weiter auf dem Platz und in unseren Herzen.

Das nächste Spruchband für Nordhorn wird dann wohl ein großes HAHA! Irgendwas ist ja immer.

Wir sind um ergänzende Informationen bzgl. der Spielabsage erfreut. Entweder in der Kommentarspalte, per E-Mail oder auch im Vier-Augen-Gespräch.

Spielbericht Heimspieltag am 27.11.2011

(fy) Der Wecker klingelt:“… Puh… Gestern war anstrengend! Was passiert hier?“ Dies war vermutlich der erste Gedankengang aller Shocker_innen! Doch sobald kurz drüber nachgedacht wurde, warum mensch sich den Wecker an einem Sonntag auf eine so unmenschliche Zeit gestellt hatte kam es…: „Der RSC spielt heute in der Stadt!!! Das muss gefeiert werden!!!“.

Nachdem dann die, in feinster Kleinarbeit vorbereiteten Utensilien, abgeholt wurden und ein paar der fehlenden Sufftras per Telefon aus dem Bett geklingelt wurden konnte es losgehen. Auf zur Goethe Ring Arena!

Was den Hinweg angeht hätte ich nicht von mir gedacht, dass mein Bauch so dermaßen kribbeln kann. Ich war Nervös! Und das nicht zu knapp. Zum ersten mal ein Derby gegen Melle seit dem Turnier im Sommer 2010. Nur vorher noch kurz Rahden aus der Halle fegen.

Als wir dann endlich angekommen waren trauten wir unseren Augen kaum. Sogar die Langschläfer von der Sektion Münster haben es zeitig zur Halle geschafft und kaum zu glauben… Sogar mit einer Kiste Bier als Wiedergutmachung wegen des Fauxpas beim letzten Spiel gegen Rahden. Da haben die Trottel nämlich gleich um ein paar Stunden verpennt… Nachdem dann zum wiederholten Male unser Vorbildsufftra aus dem Bett geklingelt wurde konnte es mit dem Aufhängen unseres Zaun und Wandschmuckes beginnen. Als hätte der eben noch erwähnte Sufftra es geahnt, kam er nach getaner Arbeit und zu Beginn des Spiels angetapert und konnte direkt mit dem Support loslegen.

Das Spiel begann mit dem Präsentieren eines flotten Spruchbandes und lautem Support aus Richtung Tribüne. Nach einer bahnbrechender ersten Hälfte konnten wir zur Pause einen Spielstand von sagenhaften 22:4 feiern. Dies muss wohl an den neuen Gesängen gelegen haben, die Tage zuvor im stillen-dröhnenden Kämmerchen geprobt wurden. Oder einfach nur an der spielerischen Leistung des Teams. Möglicherweise resultierte die unglaubliche Trefferquote auch aus einer satten Mischung aus Beidem. Brachialer Gesang und basketballerisches Können seitens unserer 3.

Am Ende des überragenden Spiels konnten wir dann gut mit einem Sieg von 50:12 in die Wartezeit auf das 2. Spiel gehen.

Diese Pause sollte allerdings nicht ungenutzt bleiben. Schnell wurde bemerkt, dass es essenziell ist für Nachschub zu sorgen! JA… unsere Bierreserven neigten sich dem Ende!

Es machte sich also direkt ein Mensch der Truppe auf den Weg ins ungewisse. Verschollen blieb er glücklicherweise nicht sondern brachte gleich 10 Bier mit… NUR 10… Welche natürlich nicht einmal die ewig lange Pause überbrücken konnten. Also war es nun Auftrag irgendjemanden der Sufftras davon zu überzeugen mehr vom dem edlen Saft besorgen zu gehen, welches dann auch 2 Überredungskünstler_innen gelungen ist.

Auch ist es zu betonen, dass während der nie endenden Pause ein Mensch aus der Nachbarschaft zu uns gestoßen ist, der die Gesänge selbst ein paar Häuser weiter noch laut und deutlich hören konnte. An dieser Stelle also nochmal fetten Respekt an die Gesänge des 1. Spiels.

Endlich war es soweit. Der Nachschub ist eingetroffen und das 2. Spiel gegen Melle konnte beginnen. Nun sogar mit ein Paar nachgereisten Fans, die sich einen Heimspieltag nicht nehmen lassen wollten.

Eine Tapete mit der schönen Aufschrift „Wir sind nicht zu stoppen, der Castor schon“ wurde in die Höhe gehalten und der altbekannte Lärm, den die Riot Shocker Crew von sich gab, begann erneut. Nur dieses mal deutlich angeschlagener als beim ersten Spiel. Nichts desto Trotz brüllten wir uns die Kehle aus dem Leib.

Melle begann mit einem guten ersten Viertel dem sich der RSC aber vorerst nicht geschlagen geben wollte. Tragischer Weise konnte das Team den Vorsprung nicht ganz einholen und beendete die erste Hälfte mit einem Punktestand von 20:24 für Melle.

Sowohl auf dem Spielfeld als auch auf der Tribüne wurden die Grenzen erreicht und so gingen alle erschöpft in die 2. Hälfte. Diese zog sich viel zu lange hin und es machte sich bemerkbar, dass die Kräfte schwinden. Dennoch hielten einige der Sufftras ihre Fahne in den Wind und holten alles aus sich raus. Was wohl leider nicht genug war, denn am Ende wurde das Spiel mit 36:56 für Melle entschieden. Dass das Gewinnerteam des letzten Spiels gemogelt hat wollen wir hier mal nicht weiter ausführen. Schließlich könnte der Verdacht aufkommen wir seien schlechte Verlierer_innen! Aber diese Melleraner_innen….

Nach den beiden emotionsgeladenen Spielen an diesem schönen Sonntag ging die Chaostruppe voller Vorfreude auf das nächste Heimspiel mit einem Grinsen im Gesicht nach Hause. Der Weg sollte jedoch nicht ganz ungefährlich sein, da unser bereits mehrfach erwähnter Vorbildsufftra sich auf unerklärlicher Weise eine Zerrung im Fußgelenk zuzog. Selber Schuld würd ich sagen!

Zum Schluss nochmal ein Dankeschön an die Leser_innen der Hallenzecke und Beileid an den Menschen, dem Fußball dann doch wichtiger war. Er wurde jedoch per SMS ständig auf dem Laufenden gehalten und zeigte uns durch seine Antworten, dass er im Herzen doch bei uns gewesen ist…

Forza RSC

Weitere Bilder vom Spieltag

Auf der Suche nach dem Kick

Spielbericht vom Heimspieltag am 27.11.2011 (vom Hörensagen)

(sp) Was wäre das Leben bloß ohne anständige Kicks. Schon sehr früh wurde ich auf das Thema aufmerksam und die ersten Kickerfahrungen waren nur noch eine Frage der Zeit. Wenn ich anfänglich auch noch eher der Teil der Unterhaltung war, der vom Administrator aus dem Chat gekickt wurde, wandelte sich mit den Jahren die Herangehensweise und ich wurde mehr und mehr der Initiator von Kicks. Und ich konnte irgendwann nicht mehr ohne auskommen. Es musste immer wieder irgendwas gesucht werden, was einem den ultimativen, noch nie dagewesenen, Kick geben sollte. Manchmal war die Suche hierbei erfolgreich, einige Male scheiterte sie bereits im Ansatz, aber kein Mal wurde sie als unnötig, oder gar überflüssig wahrgenommen.

Es war klar, dass auch beim RSC gesucht werden sollte und so wurden schon relativ früh Grenzen gefunden und überschritten. Hier mal dem Vorstand eine lange Nase gezeigt, da mal die zahlenmäßigen Deutschlandfahnen als Toilettenpapier zweckentfremdet und sonst wo Veranstaltern auf dem Zapfhahn rumgetanzt. Aber letztendlich blieb der ganz große Adrenalinschub aus. So überlegte ich, welche Aktion rund um den RSC mein Herz noch schneller schlagen lassen würde. Ohne Kleidung supporten? Klang spektakulär, allerdings gab es ja Crewmitglieder, die bei der Saisoneröffnung bereits ihre Hose ablegten und wirklich bekickt sahen diese anschließend nicht aus. Sich als Nordhorner verkleiden und die Osnabrücker Ultrà-Fraktion provozieren? Eher nicht ratsam, da das betrunkene Pack die Provokationen wohl überhaupt nicht verstanden hätte.

Je mehr Zeit mit Bier weggespült wurde umso weniger Ideen entwickelten sich. Als beinahe klar war, dass das Heimspiel so aufgesogen wird, wie die bisherigen, überrannte mich dann allerdings eine fulminante Idee. Wie lässt sich der RSC noch intensiver, noch farbenfroher, noch lauter wahrnehmen? Aus der Entfernung. Wenn die Abgeschnittenheit zum Spiel die Fingernägel im Darmtrakt verschwinden lässt. Wenn die bange Frage nach dem Spielstand durch auf und ab hüpfen zu beantworten gesucht wird. Wenn das Handy klingelt und die schweißnasse Hand es nicht greifen kann, der Blick das Ergebnis, die Emotionen, irgendwas, sucht und feststellt, dass nur der Akku gepiept hat… dann, da war ich mir sicher und die Gänsehaut gab mir präventiv Recht, hätte ich eine weitere glorreiche Kickerfahrung.

Am Sonntag, den 27.11.2011, begab ich mich also sehr früh auf den Weg zum Spiel des RSC Osnabrück. Um 11:00 Uhr sollte es losgehen, also war ich relativ gut in der Zeit, als um 07:00 Uhr die Bastion di Goethe-Ring passiert wurde. Schließlich wollte ich ja noch einige Kilometer zwischen mich und den RSC Osnabrück bringen. An der Halle bestach mich beinahe das Gefühl, einfach zu warten bis der Rest der Crew aufläuft und anschließend den Gegner weg zu brüllen. Eine kurze, wehmütige SMS später, saß ich bereits im Zug. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Wobei immer noch massiv viel Zeit bis zum Start des Spieltages verblieb. Beide Spiele durch eine Spielpause getrennt.

Um dem Kick nicht selbst im Weg zu stehen, brauchte ich somit einen Platz, von dem ich nicht weg konnte. Die Gefängnisse, auf Grund der hervorragenden Arbeit von Verfassungsschutz und ähnlichen //Gangs// Organisationen vollkommen überlaufen, boten hier keine Möglichkeit. Also habe ich mich entschieden, die Nähe zur Polizei und irgendwas Käfigartiges zu suchen. Fündig wurde ich bei einem Fußballstadion. Also wurde eines ausgewählt, möglichst weit weg und billig, und die Reiseroute dahingehend überarbeitet. Kurz vor dem Tipp off in Osnabrück stieg ich an meinem Zielort aus dem Zug. Einmal tief Luft geholt und versucht, den Kopf frei zu bekommen. Schon zu diesem Zeitpunkt funktionierte das nicht mehr. Die Gedanken kreisten um den RSC Osnabrück. Um die Crew. Um die Hallenzecke… Gegenwart!

Hallenzecke verteilen. Bei einigen Empfänger_innen wird die Hallenzecke tatsächlich schon erwartet, alle andere werden durch die fehlenden Kosten zum „Kauf“ überredet. Im Fußballstadion ist noch nichts los und meine Anspannung ist riesig, also beschließe ich, meinem Körper zumindest etwas von dem zu geben, was er gerade wirklich braucht. Das Bier schmeckt gut und ich warte sehnsüchtig auf die erste Meldung aus Osnabrück. Um ca. 11:30 Uhr ist es soweit. Mein Handy will kaum aufhören zu rappeln, so viele Halbzeitmeldungen prasseln auf meinen Speicher ein. 22:4 zur Halbzeit! Komfortabel ist mein Sofa, der Halbzeitstand ist einfach nur hart zufriedenstellend! Ich beschließe vor lauter Freude für jeden Punkt ein Bier zu trinken und stelle um ca. 12:15 Uhr erschrocken fest, dass ich dann aber mal langsam zulegen muss. 36:10! In mein betrunkenes Bewusstsein schleicht sich der Zweifel, ob die Riot Shocker Crew das mit dem Spielstand vielleicht nicht so ganz ernst nimmt und mir einfach Schuhgrößen oder Speisekartenpositionen in den SMS nennt. Um ca. 12:45 Uhr verabschiede ich mich bei einem Endstand von 50:12 ins Delirium.

Vom Fußballspiel bekomme ich kaum was mit. Ab und an versuche ich die neuen Riot Shocker Crew Gesänge im Stadion durch zu bekommen. Ich werde darauf aufmerksam gemacht, dass keines der spielenden Teams in grün-weiß rumläuft, schiebe die Verantwortung für meine Artikulation in meine Bierflasche und trinke sie anschließend auf. Das Fußballspiel endet mit einem Gewinner (bei mir war es der Alkohol) und die Rückreise wird angetreten. Es dauert lange, bis die nächste spielbezogen SMS aus Osnabrück kommt. 20:24 zur Halbzeit für Melle . Der RSC Osnabrück wieder ausgepowert? Die Riot Shocker Crew scheint es auf jeden Fall. Verschiedene Meldungen erreichen mich, in denen ein mangelnder Support attestiert und die Ursachen verschieden ausgelegt werden. „Du bist nicht da, also keine Stimmung“ (Kaina), „Du bist nicht da, sonst wäre hier eh noch beschissenere Stimmung“ (Känguruh), „Wo bist du auf einmal hin. Seitdem du weg bist, ist die Stimmung nicht mehr so gut wie vorher“ (Vorbildsufftra).

Dass zwei Spiele mit einem Spiel Unterbrechung anstrengend sind, haben wir ja bereits erfahren. Auch ist die „Bier-für-Punkte“-Methodik keine ganz neue. Aber 50 (!) Punkte? Kein Wunder, dass von der Crew mehr Lallen als Lala kam. Am Ende muss sich Melle mit 36:56 geschlagen gegeben werden. Mein Zug fährt in Osnabrück ein und ich denke über den Tag nach. Das Spiel wurde auf jeden Fall anders verlebt als die bisherigen und hatte definitiv seine starken Momente. Aber der erfahrende Kick kam dann bei Weitem nicht an das Liveerlebnis eines Spieles des RSC Osnabrück ran. Noch dazu in der heimischen Halle. Schon jetzt ist klar, der nächste Spieltag wird von der Tribüne aus geguckt… vielleicht ja nackt.

Der unvermeidbare Spieltag in Rahden (16.10.2011)

(sp) Wieder haben wir uns lange zurück gehalten, bevor nun also unsere Bewertung des Spieltages erfolgt. Das liegt an verschiedenen Faktoren. Das Sacken lassen der Eindrücke, Ausnüchtern, Lohnarbeit oder Arbeitsamt und nicht zuletzt das Sortieren der Punchlines.

Glaubt ihr nicht? Dann werden wir den Versuch starten, aufzuweisen, dass ein Spieltags Kommentar manchmal erst reifen muss. Die nachfolgende Wortlawine wird eine grüne-weiße Spur der Verwüstung jeglichen Literaturverständnisses nach sich ziehen. Brecht also lieber jetzt ab, als am Ende brechen zu müssen. Und sagt nicht, ihr wärt nicht gewarnt worden.

Am 16.10.2011 war es endlich wieder so weit. Die neue Saison sollte starten und führte uns am ersten Spieltag nach Toiletten-Rahden. Ein Ort, der aussieht als sei er einziges Urinal und trotzdem ist es nicht genehm den nächstbesten Busch aufzusuchen. Aber komisch wurde sich in Rahden eh verhalten.

An besagtem Sonntag traf sich die Crew also in aller Frühe um die minimale Chance zu nutzen, doch einmal pünktlich am Ort des Spielgeschehens einzutreffen. Vollzählig… Eigentlich nicht. Da der UBC Münster bekanntlich nicht mehr in unserer Liga weilt und wir somit einer Rivalität beraubt worden sind, begaben wir uns auf die Suche nach neuen Möglichkeiten Münster negativ zu erwähnen. Leider war die Suche erfolglos. Allerdings hatte sie den netten Effekt, dass das Umfeld der Crew erheblich gewachsen ist und so wurde kurzerhand die Sektion Münster gegründet. Diese war am Sonntagmorgen dann auch mit eigenem Banner vertreten. Nur von der Sektion selbst war keiner da. Tja, Münster halt. Das Banner durfte dann auch kopfüber dem Spiel beiwohnen.

Also vollzählig, bis auf die Schnarchnasen der Sektion Münster, ging es pünktlich Richtung Rahden. Störmanöver wie Dunkelheit, Verkehrsschilder und Ampeln wurden rechts liegen gelassen und so erreichten wir fast eine Stunde vor Anpfiff die Rahdener Halle. Das wurde dann auch erst einmal ausgiebig begossen, während nebenbei der Tribünenschmuck angebracht wurde. Schon hierbei sorgte die merkwürdig anmutende Dekoration der Halle für Verstimmung, wird aber erst später in diesem Eintrag kommentiert.

Die Stimmung war schon vor Spielbeginn deutlich greifbar und der Gastgeber durfte direkt gegen den RSC Osnabrück antreten. Zur Halbzeit konnte sich ein profitabler Vorsprung von 11 Punkten erspielt werden (6:17), der am Ende des Spiels noch deutlicher ausfiel (10:40). Hatten wir eine solche Differenz schon einmal? Es war auf jeden Fall ein engagiertes und ehrgeiziges Auftreten, mit dem der RSC Osnabrück den Gegner hier auf dem Platz dominierte und wurde von der Tribüne ebenso euphorisch unterstützt. Auch wenn der RSC Osnabrück spielerisch überlegen war, war der Knackpunkt im Spiel wohl die Ausbeute Rahdens bei den Freiwürfen. So konnten von gefühlten 15 Freiwürfen keiner verwandelt werden. Ob dies nun tatsächlich daran lag, dass irgendwer unser Liedgut manipuliert hat, oder unser Trommeltroll kein Taktgefühl hat und deswegen bei den Freiwürfen eine unheimliche Disharmonie von der Tribüne knallte, lies sich nicht feststellen.

Am Ende des Spiels behielt so oder so unser Spruchband, dass Eingangs gezeigt wurde, Recht: Dreimal dürft ihr Rahden wer heute verliert!

Während des Spiels trudelte dann auch irgendwann die Nordhornfraktion ein. Diese wurde wie gewohnt begrüßt und alleine hierfür müssten wir uns bald Liederbücher anlegen. Die glänzen ja einfach nur mit Unzulänglichkeiten und diese ausreichend in Liedtexten zu thematisieren gestaltet sich zunehmend anstrengend. Auf einer Tapete zeigten wir das, indem wir die Spieltags Terminierung ein weiteres Mal aufgriffen, da es uns diese Saison ja nicht zusteht, nach Nordhorn zu reisen. Irgendwie passt es allerdings in die Reihe. Wenn in Nordhorn schon die Tribüne, die Heizung, der Alkoholkonsum fehlt, warum soll dann Nordhorn nicht einfach ganz fehlen. Eine angenehme Vorstellung. Die Tapete tat jedenfalls treffend kund: Wer will schon nach Nordhorn?

Beim zweiten Spiel des RSC Osnabrück gegen eben Nordhorn brachten sich dann tatsächlich mitgereiste Nordhorner in Position um ihr Team zu unterstützen. Warum sie dies taten ist natürlich komplett schleierhaft. Es muss wohl am falschen Geburtsort liegen. Der Versuch uns damit zu übertönen kann allerdings ohne Umschweife gewürdigt werden. Selbstredend, dass es beim Versuch blieb.

Das zweite Spiel gestaltete sich komplett anders als das erste Spiel des Tages. Es war um einiges kampfbetonter und den Mannschaften konnten die Mühen beim Durchsetzen ihrer Spielzüge angesehen werden. Nach einer spannenden ersten Hälfte führte der RSC Osnabrück mit 14:9. Genauso wie der RSC Osnabrück erst kurz vor der Halbzeit seine Führung erzielen konnte, war auch längst nicht sicher, wer hier den Platz als Sieger verlassen sollte. Am Ende konnte sich dann Nordhorn mit 20:29 durchsetzen und es konnte beobachtet werden, wie der RSC Osnabrück wirklich am Ende seiner Kräfte war. Nach einem fulminanten Sieg und einem kräftezehrenden zweiten Spiel aber auch nicht wirklich verwunderlich. So kam es im Verlauf des Spiels immer wieder zu Fehlern, die ab und an direkt bestraft wurden. Denn auch, wenn Nordhorn so viele Freiwürfe vergab, wie im ersten Spiel Rahden, wurden ihnen dennoch genug Freiwürfe zugesprochen um aus diesen doch noch Kapital zu schlagen.

Nach dem Ende des Spiels begaben wir uns zwecks weiterer Alkoholzufuhr und kaputten Stimmbändern wieder Richtung beheimateter Stammkneipe und somit lässt sich die Leistung von Rahden gegen Nordhorn hier auch nicht analysieren. Auf dem Blatt liest es sich fast wie ein Abklatsch (10:32/2:20) des ersten Spiels. Ob für dieses Ergebnis Bestechungsgelder flossen, oder Rahden die Orientierung noch nicht wieder gefunden hatte, nachdem der RSC Osnabrück sie schwindelig gespielt hatte, ist bei dieser Betrachtung vorerst egal.

Der Rückweg wurde gewohnt marodierend und brandschatzend hinter sich gebracht und anschließend der Start der Saison bei dem einen oder anderen Gerstensaft verköstigt. Hierbei gab es dann noch einen unschönen Moment, als ein verfeindeter Ultrà sich in zivil unter die Feierenden mischte und dafür sorgte, dass unser Vorbildsufftra anschließend mit Kopfverband und nasser Hose den Tag verbringen musste. In diesem Sinne gilt unsere ganze Solidarität dem Verletzten, der später auch noch seiner Hose entledigt wurde. Wir werden dich rächen! ;-)

Und auch, wenn das ein geeignetes Schlusswort bilden würde, müssen wir wohl doch noch eine Thematik aufgreifen. Als geneigtem Leser ist euch das aber wohl nicht entgangen. Sie wurde deshalb solange ausgespart, weil es eigentlich überflüssig ist, das noch zu kommentieren. Was kann mehr gesagt werden, als Deutschland ist überflüssig?

Es war nun nicht das erste Mal, dass wir in Rahden zu Gast waren und so sind die Örtlichkeiten im Großteil vertraut gewesen. Und auch wir scheinen den Verantwortlichen vor Ort immer vertrauter zu werden. Wir haben aus unserer Ausrichtung nie ein Geheimnis gemacht und werden das auch zukünftig nicht. Wie können wir allerdings eine Halle, in der mehr Deutschlandfahnen als Fahnen der Heimmannschaft hängen, anders verstehen als pure Provokation? Dass die Nationalmannschaft nämlich ebenfalls gespielt hat ist unwahrscheinlich.

Die Fahne der Heimmannschaft ist zwar hässlich, aber die macht bei einem sportlichen Wettkampf einfach Sinn. Deutschland ist Unsinn.

Wir werden immer wieder mahnend den Mittelfinger heben, wenn ein Symbol für Unterdrückung und Ausgrenzung in diesem Maße präsentiert wird. Ebenfalls interessant, dass wir darauf angesprochen wurden, unsere Gesänge gegen Deutschland einzustellen. Irgendwie passt es in das Gesamtbild, dass uns untersagt wird uns politisch zu äußern, während da doch deutlich Politik gemacht wird. Und ja, Deutschlandfahnen bei einem sportlichen Wettkampf, der mit Deutschland eigentlich rein gar nichts zu tun hat, sind definitiv Politik.

Was ebenfalls nicht verneint werden kann, dass wir in dem Moment wo wir uns „hier“ bewegen in Deutschland sind. Ja, auch wir sind Deutschland. Und wir gehen doch konform, wenn wir sagen, wir sind scheiße, oder?

Na dann ist doch alles wieder im Lot -> Deutschland ist scheiße!

Auch wenn wir den Leistungsgedanken eines sportlichen Wettkampfes nur sehr bedingt gut finden, geht es für uns auf der Tribüne um den Support des Teams. Aber eben auch um die Rivalität zum Gegner während des Spiels. Alles andere wäre verwerflich, denn natürlich wollen wir, dass der RSC Osnabrück siegreich ist. Wenn das mal nicht der Fall ist, dann ist das auch nur ein Spiel gewesen. So sehen wir auch Gesänge gegen die gegnerische Mannschaft als legitimes Mittel des Supports an. Dieses muss aber zwingend differenziert zu den oben getätigten Aussagen betrachtet werden.

In diesem Sinne hat Nordhorn dann doch einmal etwas richtig gemacht. Nach dem Sieg gegen den RSC Osnabrück kam die Mannschaft vor die von uns besetzte Tribüne und machte die Welle. Das ist eine gesunde Rivalität und macht den nächsten Sieg gegen Nordhorn nur umso kostbarer. Wir freuen uns drauf. Bereits am 27.11.2011 findet dann das erste Heimspiel des RSC Osnabrück statt. Ohne Nordhorn, dafür mit Melle und Rahden. Tabellenführung ich hör dich trapsen!

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